08.10.2020 - 07:37

VW ID3 – Conti liefert Pkw-Hochleistungsserver samt Software in Serie

Der High Performance Computer (HPC) vernetzt die Elektronik-Architektur in VWs ID.3 und soll zukünftige Over-the-Air-Updates ermöglichen. Der HPC soll darüber hinaus eine Schlüsseltechnologie im neuen modularen E-Antriebsbaukasten von VW sein. 

Der High Performance Computer dient als Server im Fahrzeug und bildet die intelligente Schnittstelle zur digitalen Welt. Der sogenannte In-Car Application Server 1 (ICAS1) dient als intelligente Schnittstelle zum Internet. Er bildet zudem einen zentralen Baustein für alle Fahrzeuge basierend auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten, einschließlich chinesischer Varianten. Damit soll die Komplexität mit nur noch einem Steuergerät reduziert werden, wo bisher mehrere Dutzend Einheiten für die steigende Zahl der digitalen Funktionen nötig waren. So können mithilfe des HPC zukünftig neue Softwarefunktionen und Sicherheitsaktualisierungen über eine drahtlose Verbindung im Fahrzeug installiert werden.

Der HPC dient als im Fahrzeug integrierter ICAS1. Für die Entwicklung des vollvernetzten zentralen Systems auf einer eigens geschaffenen Plattform für solche HPC arbeitete Continental demnach eng zusammen mit Elektrobit. Als ICAS1 im VW ID.3 ist der HPC auch ein zentrales Element für die Umstellung auf eine Dienste-orientierte Elektronik-Architektur. Der Server stellt dabei den zentralen Datenknotenpunkt und die Verbindungsstelle zwischen Fahrzeug und digitaler Welt dar. Er ermöglicht, dass in Zukunft jederzeit neue Softwarefunktionen und Sicherheitsaktualisierungen im Fahrzeug über eine drahtlose Verbindung installiert werden können. Over-the-Air-Updates werden damit zur Norm. Darüber hinaus können durch das neue Server-Konzept sowohl Applikationen von Volkswagen wie auch Software von Drittfirmen integriert werden. Die Bereitstellung von Funktionen, etwa eine reichweitenoptimierte Streckenplanung und die Lokalisierung von Ladestationen für Elektroautos, wird vereinfacht. Zusätzlich hat Continental für den ICAS1 auch die sogenannte „Plug and Charge“-Funktion entwickelt, die zur Steuerung und Vereinfachung des Fahrzeug-Ladevorgangs dienen soll. Sie wird ab 2021 verfügbar sein. Bei gestecktem Ladekabel wird die Software im ICAS1 das registrierte Fahrzeug an unterstützten Ladesäulen authentifizieren und den Ladevorgang und dessen Abrechnung auf Basis des im Backend hinterlegten Ladevertrags übernehmen können.

Volkswagen plant, bis 2024 weitere 15 Milliarden Euro in den Ausbau der E-Mobilität allein in China investieren. Für Continental dürfte es daher entscheidend sein, mit dem neuen HPC eine Kernkomponenten des modularen E-Baukastens des Volkswagen-Konzerns entwickelt zu haben. Zudem wurden in den vergangenen Monaten weitere Aufträge für High Performance Computer mit einem Gesamtvolumen von mehr als vier Milliarden Euro akquiriert, wie Conti selbst in einer Pressemitteilung verlauten lässt.

Autor: jst

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