03.02.2021 - 08:19

Vayyar stellt 4D-Bildgebungsradarplattform für Fahrzeuginnenraum vor

Vayyars Sicherheitslösung für den Fahrzeuginnenraum bietet Multifunktionalität auf einer Einzelchip-Plattform und soll damit zahlreiche Euro NCAP-Standards erfüllen. Die 4D-Bildgebungsradarplattform erhöht die Sicherheit, verringert die Komplexität, senkt das Risiko, bietet erhebliche Kosteneinsparungen und ermöglicht damit höchste Sicherheit für alle Fahrzeugmodelle.

Vayyars neue 4D-Bildgebungs-Radarplattform soll die die Komplexität verringern, denn sie bietet – laut Vayyar – Multifunktionalität auf einer Einzelchip-Plattform. Das System soll die anspruchsvollsten aktuellen und künftigen Euro NCAP-Sicherheitsbestimmungen erfüllen. Damit seien bis zu zehn Punkte im Fahrzeuginnenraum erreichbar, während zugleich Komplexität und Kosten erheblich reduziert würden.

Die Lösung ermöglicht demnach eine Anwendungskombination aus Anwesenheitserkennung von Kindern und verbessertem Gurtwarner. Sie soll auch das Überhitzen von Autoinnenräumen verhindern.

Mit den hochauflösende 4D-Daten ermöglichen sollen OEMs und Zulieferer, unabhängig voneinander eigene Sicherheits- und Komfortanwendungen über die Plattform für den Fahrzeuginnenraum entwickeln können. Ein leistungsfähiger 4D-Bildgebungs-Radarchip erfasst den gesamten Innenraum, wodurch im besten Falle Hardware, Verkabelung und Gesamtkosten reduziert und sieben Sensoren im Fahrzeug ersetzt werden.

Im Rahmen der weltweiten Anstrengungen zur Erhöhung der Sicherheit im Auto führt Euro NCAP ab 2023 strengere Bewertungskriterien für alle Protokolle ein. Die Anwesenheitserkennung von Kindern wird dann bis zu vier Punkte einbringen, während die bestehende Forderung nach Gurtwarnern vorne und hinten zur Voraussetzung für das Erreichen von drei weiteren Punkten für den Insassenstatus wird. Vayyar geht davon aus, dass Fahrzeuge diese wichtigen sieben Sicherheitspunkte zugesprochen bekommen, wenn sie die Lösung des Unternehmens an Bord haben.

Mehr Sicherheit erfordert jedoch in aller Regel mehr Sensoren, die für die Automobilhersteller hohe Kosten verursachen. Hardware, Software, Verkabelung, Steuereinheiten und die Integrationsanstrengungen für die einzelnen Sensoren erhöhen jedoch die Komplexität und eben die Kosten erheblich. Vayyar setzt deshalb auf einen kostengünstigen Sensor, der so erschwinglich sein soll wie Low-End-Alternativen, bereits Serienreife besitzt und maximale Innenraum-Sicherheitspunkte für alle Fahrzeugmodelle ermöglichen soll.

Die Kombilösung basiert auf einem einzelnen Radar-Chip (RoC) und verfügt über eine Anwesenheitserkennung von Kindern und einen verbesserten Gurtwarner. Damit werden mehrere Euro NCAP-Anforderungen für das Jahr 2023 mit nur einem Sensor für die gesamte Fahrgastzelle erfüllt. Die Lösung kann demnach zahlreiche vorhandene Sensoren im Fahrzeug ersetzen, erfasst den gesamten Innenraum und erkennt und klassifiziert alle Insassen, wobei die Anwesenheit von Kindern mit außergewöhnlicher Präzision erkannt werden soll, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Die Kombilösung arbeite bei allen Lichtverhältnissen effektiv, ohne dass eine freie Sichtlinie erforderlich ist, und kann sogar ein unter einer Decke schlafendes Baby auf einem Autositz oder ein Kind im Fußraum erkennen. Anders als Kameras wahrt der Sensor außerdem jederzeit die Privatsphäre der Nutzerinnen und Nutzer, betont Vayyar.

Ermöglicht wird die Anwendungskombination durch das große Antennen-Array und das weite Sichtfeld der Plattform. Die 48 Sendeempfänger des Sensors bieten eine hohe Auflösung und liefern umfangreiche Erkennungs- und Klassifizierungsdaten über die Insassen – ganz im Gegensatz zu den Alternativen. Dank des Sichtfeldes kann der Sensor, der sich auch einfach hinter dem Dachhimmel eines Fahrzeugs anbringen lässt, an verschiedenen Stellen installiert werden. Er eignet sich sowohl für Fünf- und Siebensitzer als auch für Modelle mit Schiebedach. Vayyars Sensor bietet ein völlig neues Maß an Sicherheit, da er zwischen Personen und Objekten sowie Kindern und Erwachsenen unterscheiden und feststellen kann, ob sich ein Fahrgast an der vorgesehenen Position befindet oder abseits davon.

Über die Kombination aus Kinder-Anwesenheitserkennung und Gurtwarner hinaus ermöglicht die umfassende Soft- und Hardwareplattform es Originalherstellern und Hauptzulieferern, zahlreiche moderne Anwendungen über die Punktwolken-Schicht unabhängig voneinander zu entwickeln. Dazu gehören u. a. der Insassenstatus, eine optimierte Airbagauslösung und dynamische Deaktivierung, Gurtstraffung, eCall, Vitalparameter, Gestenerkennung, die Erkennung von Positionsabweichungen sowie die Einbruchserkennung.

Der vollständig geprüfte, automobiltaugliche Sensor (AEC-Q100- und ASIL-B-konform) biete Autobauern außerdem die Möglichkeit, auf flexible Weise die Integration künftiger Funktionen vorzubereiten, die für sich verändernde Normen entwickelt werden. Diese Funktionen können zu einem frühen Zeitpunkt im Entwicklungszyklus eingeführt oder, ein Novum in der Branche, später über OTA-Updates (Over The Air) aufgespielt werden, was für Zukunftssicherheit sorgt, so Vayyar.

Autor: jst

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