22.03.2022 - 10:36

Valeos neue LiDAR-Generation startet in Mercedes-Benz S-Klasse durch

Valeos zweite LiDAR-Generation Scala 2 ist das Herzstück des Drive Pilot-Systems der neuen Mercedes-Benz S-Klasse. Die Technik des Zulieferers ist damit im ersten Fahrzeug, das die gesetzlichen Anforderungen der UN-R157-Norm der UN für ein automatisiertes Fahrsystem der Stufe 3 erfüllt und vom deutschen KBA zugelassen wurde.

Der Scala 2, die zweite LiDAR-Generation von Valeo, spielt eine wichtige Rolle im Mercedes-Benz Drive Pilot-System für bedingt automatisiertes Fahren (SAE-Level 3), das es dem Fahrer ermöglicht, unter bestimmten Bedingungen die Fahraufgabe sicher an das Fahrzeug zu delegieren.

Die neue Mercedes-Benz S-Klasse ist das erste Fahrzeug, das mit der Technologie von Valeo ausgestattet ist. Im Dezember 2021 erhielt Mercedes-Benz die weltweit erste international gültige Systemzulassung für das bedingt automatisierte Fahren (SAE-Level 3) und erfüllt damit die anspruchsvollen gesetzlichen Anforderungen der UN-R157 an ein solches System. Wenn die jeweilige nationale Gesetzgebung es zulässt, kann Drive Pilot im bedingt automatisierten Fahrmodus bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h, bei dichtem Verkehr oder in Stausituationen und auf geeigneten Autobahnabschnitten fahren. Drive Pilot wird in Deutschland in der ersten Jahreshälfte 2022 erhältlich sein. Der nächste Schritt ist klar: Der Automobilhersteller plant, 2022 die Zulassung in Kalifornien und Nevada zu beantragen.

Der Scala 2 von Valeo ist in der Lage zu sehen, was weder das menschliche Auge noch Kameras oder Radare erfassen können, und passt sich allen Lichtverhältnissen an. Er wird nicht durch Sonnenlicht geblendet und kann auch in völliger Dunkelheit gut sehen. Er misst den Abstand zu Objekten in der Fahrzeugumgebung Zentimeter genau, indem er die Zeit berechnet, die sein Laserstrahl benötigt, um zu einem Hindernis und wieder zurück zu gelangen. Auf diese Weise wird ein vollständiges 3D-Bild der Fahrzeugumgebung erstellt. Dieses als Punktwolke bezeichnete Bild wird von hochentwickelten Algorithmen analysiert, um alle Objekte zu identifizieren, so dass das Gerät zwischen beweglichen und unbeweglichen Objekten unterscheiden kann. Es klassifiziert sie in verschiedene Kategorien, wie Autos, Lastwagen, Busse, Fahrräder, Motorräder, Fußgänger und Infrastruktur und erfasst ihre Form und Position.

Die Geschwindigkeit der sich bewegenden Objekte wird gemessen, indem sie verfolgt und aufgezeichnet werden, auch wenn sie sich nicht mehr im Blickfeld des Fahrers befinden. Außerdem sagt das System Verhalten und Trajektorien der Objekte voraus. Aber es erkennt nicht nur Objekte, sondern auch freie Flächen, auf denen das Auto sicher fahren kann. Es entdeckt sogar kleine Objekte, wie einen auf die Straße gefallenen Reifen und schützt so vor Kollisionen. Er ist mit einem speziellen Algorithmus ausgestattet, der Fahrbahnmarkierungen anhand ihres Kontrastes zur Straße erkennt.

Mit seiner Software wandelt der Scala 2 von Valeo die Rohdaten des Sensors in nutzbare Daten um. Er eliminiert alle Daten, die seine Berechnungen verfälschen könnten, so als würde er die Informationen filtern, um nur relevante Daten zu validieren. Auf diese Weise kann er beispielsweise durch Regentropfen verursachte Echos löschen, so dass er durch den Regen hindurchsehen und die Dichte eines Regenschauers messen kann. Seine Software ermöglicht es ihm sogar, Fehler selbst zu beheben. So wird sein Reinigungssystem immer dann ausgelöst, wenn sein Sichtfeld blockiert ist, zum Beispiel durch Staub oder Eis.

Autor: jst

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