18.11.2020 - 08:44

Urbanaut – Mini präsentiert die Vision eines Cityvans

Eine Designstudie eines Vans mit viel Innenraum stellt Mini mit dem Vision Urbanaut vor. E-Antrieb und automatisierten Fahrfunktionen eröffnen zusätzliche Designfreiheiten in Exterieur und Interieur.

Für das Konzept wurden drei Nutzungsszenarien – sogenannte Mini Moments – definiert: „Chill“, „Wanderlust“ und „Vibe“. Der Urbanaut kann wie ein normales Auto genutzt werden – dafür gibt es ein herausfahrbares Lenkrad. Wird das Armaturenbrett abgesenkt, entsteht in der Fahrzeugfront ein gemütlicher Wohnbereich – mit Balkonfunktion.

Mit dem „MINI Vision Urbanaut“ präsentiert die Marke MINI eine neue Ausprägung einer Raumvision vor und bedient dabei das Thema der Stunde: Cocooning. Dieses digitale Visionsfahrzeug bietet einen großen und vielseitig veränderbaren Innenraum auf kleiner Verkehrsfläche.

„Die Marke MINI steht seit jeher für ‚Clever Use of Space‘. Im Mini Vision Urbanaut erweitern wir den privaten Raum weit in den öffentlichen hinein und dadurch entstehen vollkommen neue und bereichernde Erlebnisse“, erklärt Adrian van Hooydonk, Leiter BMW Group Design.

„Der Moment ‚Chill‘ ermöglicht es, innezuhalten und im Hier und Jetzt zu verweilen. Das Fahrzeug wird zum Rückzugsort, dient der Entspannung oder auch dem konzentrierten Arbeiten unterwegs. ‚Wanderlust‘ ist der einzige Mini Moment, in dem der Mini Vision Urbanaut gefahren wird oder automatisiert fährt. Der Moment ‚Vibe‘ stellt die gemeinsame Zeit mit anderen Menschen in den Vordergrund, in all ihren Facetten“, führt Oliver Heilmer, Leiter MiniDesign, weiter aus. Je nach Modus verändern sich Exterieur und Interieur, um dem Erlebnis eine optimale Bühne zu bieten. Ein ganzheitliches User Experience Design, nachhaltige Materialien und ein rein elektrischer Antrieb sollen das Gesamtkonzept ergänzen.

Interieurdesign

Als Raumkonzept wurde der Urbanaut von innen nach außen gestaltet. Noch vor der Entwicklung des Exterieurs konzipierten die Designerinnen und Designer demnach das Innenraumerlebnis mithilfe von Grundrissen, Möbeln sowie einem Modell aus Holzspanten als Größenreferenz. Im Laufe des Projekts wurde ein digitales Modell in Augmented Reality erstellt und systematisch optimiert. Mit der neuartigen Bauhöhe soll Urbanaut auf nur 4,46 Meter Gesamtlänge ein vielfältig nutzbares Raumvolumen mit viel Bewegungsfreiheit bieten.

Automatisierte Fahrfunktionen

Durch die „Purpose built“-Auslegung auf den Elektroantrieb und automatisierte Fahrfunktionen entstehen beim Urbanaut zusätzliche Designfreiheiten in Exterieur und Interieur, erklärt man bei Mini. „Bereits der Allererste Mini leitete 1959 durch seinen quer eingebauten Motor eine kleine Revolution im Fahrzeugbau ein. Mit dem MINI Vision Urbanaut konnten wir das Layout des gesamten Innenraums und damit die nutzbare Grundfläche im Innenraum in Relation zum Footprint komplett neu denken.“, führt Oliver Heilmer weiter aus.

Raumkonzept

Das Interieur des Urbanaut soll ebenso ideale Fahrumgebung wie Ziel der Reise sein. Der Wagen soll, wenn es nach den Macherinnen und Machern geht, direkt nach der Ankunft mit nur wenigen Handgriffen zum Wohnzimmer werden. Betreten wird der Innenraum durch eine große Schiebetür in der Seite. Die Schiebe-Schwenk-Mechanik ist für städtische Gegebenheiten mit wenig Raum gedacht. Weitere Türen gibt es nicht.

Ein flexibles, viersitziges Layout bildet die Grundlage des hellen Innenraums. Die vorderen beiden Sitze sind drehbar ausgelegt, während die Rückenlehnen der großzügigen Sitzfläche im Fond hinten links manuell umklappbar und hinten rechts schwenkbar sind. Im Stand senkt sich das Dashboard ab. Der Bereich für die Fahrerin oder den Fahrer wird zu einer Sitzecke – dem sogenannten Daybed. Außerdem lässt sich im Stand die Frontscheibe nach oben öffnen, sodass ein „Street Balcony“ entsteht, wie es bei Mini heißt. Er soll für Interaktion mit der Umwelt und ein noch großzügigeres Raumgefühl sorgen.

Einen eher stilleren Ort bietet der dunkler gehaltene Fondbereich, der „Cosy Corner“. Dieser Bereich lädt demnach dazu ein, für sich zu sein. Ein mit Stricktextil bezogener Bogen spannt sich über die Sitzbank und kann dank LED-Hinterleuchtung bespielt werden. Zwischen Cosy Corner und Fahrerbereich liegt der offen gestaltete Mittelbereich. Er bietet schnellen Zugang zu allen Sitzbereichen. Bei offener Tür lässt es sich hier auf dem Boden sitzen. Dem Einstieg gegenüberliegend rundet ein kleiner, integrierter Tisch mit Pflanze die Inneneinrichtung ab. Der Tisch definiert das neue Zentrum des Fahrzeugs – der Ort, an dem sich die Passagiere begegnen und einander zugewandt in Austausch gehen können.

User Interface und Interaction Design

Dezente User-Interface-Lösungen sollen übliche Bedienelemente wie Schalter oder Taster nicht vermissen lassen. Somit entsteht ein reduziertes, wohnliches Raumerlebnis bei gleichzeitiger vollständiger Vernetzung. Das Prinzip der möglichst unkomplizierten Bedienung „natural interaction“ betont das „analoge“, haptisch taktile Erlebnis bei der Auslösung, wie beispielweise mit der Direct-TouchBedienung im Loop über der Rücksitzbank. Das Rundinstrument befindet sich nun in der Mitte des Fahrzeugs, dem neuen Zentrum des Fahrzeugs, und bringt die Informationen an den Ort, an dem sich die Menschen begegnen.

„Mini Token“

Der sogenannte Mini Token ist Kern der Erlebniswelten im Urbanaut. Er besitzt in etwa die Größe eines Handschmeichlers und initiiert durch Einbringen in die dafür vorgesehenen Aussparungen im Tisch der Fahrzeugmitte einen der drei vorkonfigurierten Mini Momente „Chill“, „Wanderlust“ oder „Vibe“. Darüber hinaus sind weitere Mini Momente vorstellbar, wie z. B. „My Mini Moment“. Hier kann der Token auf ein weiteres personalisiertes Erlebnis programmiert werden, indem die Nutzerin oder der Nutzer sein persönliches Lieblingsszenario aus Duft, ambientem Licht, Musik usw. selbst konfiguriert und direkt abrufen kann.

Die Mini Moments in Interieur und Exterieur

Wird mit der Einbringung des MIini Tokens in die Aussparungen des Tischs einer der drei Modi aktiviert, zeigt sich dies im Exterieur über die Bespielung der Front- und Heckflächen wie auch der Felgen. Im Interieur lässt sich die gesamte Geometrie mit Sitzen, Dashboard/Daybed-Ausprägung sowie Lehnenposition manuell an den gewählten Moment anpassen. Auch die Bespielung im Rundinstrument wechselt. Weiterhin verstärken Duft, Sound und ambiente Beleuchtung die jeweilige Grundstimmung des Moments.

Im Modus „Chill“ wird der Urbanaut zum privaten Rückzugsort. Während die hintere Sitzbank (Cosy Corner) verschiedene Sitz- und Liegepositionen ermöglicht, erzeugt der hinterleuchtete Loop darüber eine dimmbare, von einem grünen Blätterdach inspirierte Bespielung. Dazu werden ambiente Musik und atmosphärische Klänge aus der Natur eingespielt. Im zentralen Bereich klappt das Rundinstrument herunter und wird zur Tischleuchte, sodass kein Display und kein Schalter mehr an die automotive Umgebung erinnern. Von außen zeigt sich „Chill“ durch die Darstellung eines abstrahierten Blätterdachs im Scheinwerferbereich, Heckbereich und den Felgen.

„Wanderlust“ ist der einzige der drei Modi, in denen der Urbanaut fährt. Hier wird der Innenraum zum idealen Ort für das Fahren bzw. Gefahrenwerden und lässt die Insassen die Romantik des Reisens wiederentdecken. Das User Interface auf dem zentralen Rundinstrument ändert seine Anmutung in eine Reisewelt, die von Tourismusplakaten der 1950er- und 1960er-Jahre inspiriert ist. Neben einer Animation des Weges sind hier auch weiterführende Reiseinformationen wie z. B. Sehenswürdigkeiten oder Ankunftszeit für alle Mitfahrenden sichtbar. Der Loop über der Rücksitzbank verbildlicht das Gefühl von Bewegung durch ein angedeutetes Verwischen der Umgebung in einer orangetürkisen Farbwelt. Möchte man selbst steuern, fahren mit einem Fingertipp auf das Mini Logo Lenkrad und Pedalerie aus. Eine minimale Verschiebung der Anzeige im Dashboard gibt Richtungshinweise oder weist auf Hindernisse hin. Weitere fahrrelevante Anzeigen gibt es im Dashboard nicht. Bei automatisierter Fahrt sind Lenkrad und Pedalerie eingefahren, und auch die Fahranzeige verschwindet aus dem Dashboard. Im Exterieur weist eine unterschiedliche Darstellung der Scheinwerfergrafik in den Matrix-LED-Flächen in Front und Heck auf den automatisierten Modus oder das Selbstfahren hin.

Im Modus „Vibe“ öffnet sich der Urbanaut für Menschen und Umgebung. Die geöffnete Tür in der Seite und die hochgeklappte Frontscheibe formen eine einladende Geste, mit der die Grenzen von innen und außen verschwimmen. In einer Farbwelt aus Magenta und Schwarz mit türkisen Akzenten bildet der Urbanaut ein Zentrum der Begegnung – von leise bis laut. Das zentrale Rundinstrument wird zur Medienbedienzentrale, und eine an Equalizer angelegte Animation der abgespielten Musik auf Flächen in Front, Heck, Felgen und dem Loop schafft eine angenehme Clubatmosphäre. Wenn man es möchte, wird das Fahrzeug sogar zur „Boombox“.

Digitale Services

Zum Konzept des Mini Vision Urbanaut gehören auch digitale Services, die die Nutzung des Fahrzeugs zu einer bereichernden und nahtlosen Erfahrung machen. So öffnet der Urbanaut per Smart Device und wird damit als Mobilitätsangebot der Zukunft jedem innerhalb eines definierten Zirkels von Familie oder Freundinnen und Freunden zugänglich. Unterwegs im Modus „Wanderlust“ lassen sich Playlists, Audiobooks oder Podcasts zur Strecke und zum Moment passend entdecken. Der persönliche Reiseplaner unterbreitet individuell zugeschnittene Tipps und Points of Interest (PoI), die vorgeschlagen und angesteuert oder auch als Empfehlungen aus der Mini Community angewählt werden können.

Autor: jst

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18.11.2020 08:16