17.03.2020 - 08:03

Ford implementiert Straßenrand-Erkennung

Ford hat eine neue Funktion eingeführt, um das Fahren auf dem Land zu erleichtern. Die „Straßenrand-Erkennung“, ein Bestandteil des Fahrspurhalte-Assistenten, überwacht die voraus liegende Straße einschließlich der Fahrbahnränder. Bei Bedarf assistiert das System mittels eines Lenkeingriffs, z.B. wenn sich das Fahrzeug einem Straßengraben nähert.

Das Fahren in ländlichen Gebieten kann sich mitunter als schwierig erweisen, wenn Straßenränder unzureichend oder gar nicht markiert sind oder einen unregelmäßigen Verlauf haben. Auch matschige und unebene Wegesränder oder Straßengräben können Autofahrer verunsichern, insbesondere nachts in unbeleuchteten Gebieten. Die von Ford neu eingeführte Funktion „Straßenrand-Erkennung“, ein Bestandteil des Fahrspurhalte-Assistenten, überwacht dafür nun die voraus liegende Straße einschließlich der Fahrbahnränder. Bei Bedarf soll das System mittels eines Lenkeingriffs assistieren, zum Beispiel wenn sich das Fahrzeug einem Straßengraben nähert. Dafür analysiert das System die strukturellen Unterschiede zwischen der Straße und der Straßenkante. Gepflasterte Gräben oder betonierte Sonderflächen können nicht erkannt werden. Die Straßenrand-Erkennung ist in Europa für die Ford-Baureihen neuer Puma, Ford Focus, neuer Kuga und Explorer verfügbar – sowie künftig auch für neu auf den Markt kommende Baureihen.

Entwickelt wurde die Straßenrand-Erkennungs-Funktion speziell für den Einsatz auf Landstraßen bei Geschwindigkeiten von 70 bis 110 km/h. Die unterhalb des Rückspiegels positionierte Frontkamera überwacht die Straßenränder bis zu 50 Meter vor dem Fahrzeug sowie bis zu sieben Meter links und rechts vom Fahrzeug. Droht das Fahrzeug mit einem Vorderreifen den Asphalt zu verlassen, greift das System mit einer sanften Gegenlenkunterstützung ein und hilft dadurch, ein Verlassen der Fahrbahn zu verhindern. Die Straßenrand-Erkennung funktioniert selbst dann, wenn die Spurmarkierung durch Schnee, Laub oder Regenpfützen verdeckt ist oder es gar keine Markierung gibt. Basis der Straßenrand-Erkennungs-Funktion ist ein zusätzlicher Algorithmus in der Kamera, wodurch diese Straßenränder selbst ohne Fahrbahnmarkierung erkennen kann.

Befindet sich das Fahrzeug nach der ersten Lenkunterstützung noch immer in der Nähe der Straßenkante, wird der Fahrer durch Lenkrad-Vibrationen zusätzlich gewarnt, damit er das Fahrzeug manuell auf die korrekte Spur bringen kann. Nachts nutzt das System außerdem die Beleuchtung der Scheinwerfer und funktioniert daher so effektiv wie tagsüber.

„Ländliche Straßen können für Autofahrer genauso herausfordernd sein wie der Stadtverkehr, besonders für diejenigen, die eine gewählte Route vielleicht noch nie zuvor gefahren sind. Die Straßenrand-Erkennung hilft dabei, das Fahren komfortabler und einfacher zu machen“, sagt Rüdiger Kieneke, Ingenieur, Driver Assistance and Safety Electronics, Ford of Europe.

Editor: Jens Stoewhase mit Pressematerial der Ford-Werke GmbH

Autor: jst
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17.03.2020 08:16