09.09.2021 - 08:41

OpenSynergy ziegt Automotive-Referenzplattform für Android 11

OpenSynergy hat seine neue Automotive-Referenzplattform für virtuelles Android 11 (basierend auf Trout) vorgestellt. In Zusammenarbeit mit Google und Qualcomm Technologies, Inc. bietet die Referenzplattform die Integration des Virtual I/O (VIRTIO)-Frameworks in Android Automotive OS.

Damit kann Android auf jedem Hypervisor ausgeführt werden, der die kommenden Virtio-Geräte unterstützt und auf jedem System-on-Chip (SoC). Die Referenzplattform enthält Android 11, ein Board Support Package (BSP) von Qualcomm, und das Virtio-basierte COQOS Hypervisor SDK. Sie wird auf der Qualcomm Snapdragon Automotive Development Platform (ADP) ausgeführt.

Virtio ist ein etablierter Virtualisierungsstandard, der vom Oasis Open-Konsortium gepflegt wird und ein Device-Sharing-Framework für Geräte wie Block, Network, Console, Grafikprozessor-Unit (GPU), Input usw. bereitstellt. Als aktive Mitglieder des Konsortiums haben OpenSynergy und Google daran gearbeitet, den Anwendungsbereich des offenen Standards für die Automobilindustrie zu erweitern. Die beiden Unternehmen widmen sich weiter der Aufgabe, diese Lücke der fehlenden automobilspezifischen Virtio-Geräte innerhalb des Oasis-Konsortiums zu schließen. Darüber hinaus zielt die Kooperation zwischen OpenSynergy und Google darauf ab, mehr Flexibilität für Automobilhersteller und Tier-1-Lieferanten zu erreichen, sodass sie zwischen SoCs und Hypervisoren entsprechend ihrem Bedarf wechseln können.

Die Referenzplattform stellt eine Cockpit Domain Controller(CDC)-Architektur vor, die auf Android Automotive OS basiert. Ähnlich wie bei anderen CDCs garantiert der zugrunde liegende Hypervisor das sichere Nebeneinander von Android (typischerweise ein QM-System) neben Systemen mit höherer Kritikalität, wie z. B. einem Echtzeitbetriebssystem für die Anzeigen auf einem Instrumentencluster (typischerweise ASIL B).

Das Neue an dieser Plattform liegt darin, dass ein vollständig virtualisiertes Android Automotive OS (Trout) bereit gesteltt wird, d. h. eine Android-Version ohne Abhängigkeiten von der Hardware. Anstatt direkt auf die Hardwaregeräte zuzugreifen, greift Android über das standardisierte Virtio-Framework auf diese Geräte zu. Dieses Framework wird von einer darunter liegenden, virtuellen Plattform generiert.

Mithilfe dieser zugrunde liegenden, virtuellen Plattform kann ein vollständig virtualisiertes Android Automotive OS leicht auf jede Hardware portiert werden. Im Fall des COQOS Hypervisor SDKs kann dafür jedes ARMv8-A-basierte SoC eingesetzt werden, das üblicherweise in der Automobilindustrie verwendet wird. Außerdem können Android und das BSP deutlich einfacher aktualisiert werden, weil Virtio demnach eine klare architektonische Trennung bewirkt.

Die Referenzplattform und die Nutzung des virtualisierten Android Automotive OS wurden im letzten Jahr in mehreren Werbeveranstaltungen vorgestellt. Sie ist nur für Forschungs- und Vorentwicklungszwecke gedacht, nicht für die Serienproduktion. Jetzt können KundInnen auch darauf zugreifen und ihre spezifischen Anwendungen entwickeln. KundInnen können das Snapdragon ADP über die Vertriebskanäle von Qualcomm Technologies beziehen und die Software der Referenzplattform über OpenSynergy.

Autor: jst




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09.09.2021 08:22