10.12.2020 - 08:42

NXP: vom Corner-Radar bis hin zu 4D-Imaging-Radar

NXP Semiconductors erweitert sein Produktportfolio für Radarsysteme. Die neuen Prozessoren und Transceiver für Radarsensoren ermöglichen eine 360-Grad-Umgebungsüberwachung sowie eine zuverlässige Objektidentifikation und -klassifizierung mittels Imaging Radar.

NXP hat ein umfassendes Portfolio neuer Chiplösungen für Radarsensoren vorgestellt, die eine 360 Grad-Umgebungsüberwachung sowie eine zuverlässige Objektidentifikation und
-klassifizierung mittels Imaging Radar bieten. Die Bandbreite an neuen Prozessoren und 77GHz Transceivern bietet die Grundlage für flexible, skalierbare Sensor-Konfigurationen, mit denen einerseits die Anforderungen für NCAP Corner- und Front-Radaranwendungen in neuen Fahrzeugmodellen erfüllt und gleichzeitig erstmals eine wirtschaftliche Massenproduktion von 4D Imaging-Sensoren ermöglicht werden. Waren Radarsysteme bislang auf reine Distanz- und Geschwindigkeitsmessungen beschränkt, können Sie dank 4D Imaging erheblich mehr: Bewegungsrichtung, Ankunftswinkel und sogar Höhenerfassung sind nun möglich. NXPs Ziel ist es, mit der Portfolioerweiterung die Zahl von jährlich 1,3 Millionen Verkehrstoten weltweit zu senken und zu zeigen, dass in zukünftigen Fahrerassistenzsystemen Radarsensoren ein zentrales Element sein werden.

Imaging Radar ist eine Technologie, die die Fähigkeiten von Radarsensoren erheblich erweitern soll. Level 2+-Funktionen wie Autopilot oder Spurhalteassistent werden demnach ergänzt durch die gleichzeitige Unterstützung verschiedener Betriebsmodi und extrem hochauflösende „Bilder“ – präzise Umgebungskartierung und Erfassung selbst komplexer Umgebungsszenarien. Dieses verbesserte ‚Verständnis‘ ist ein wichtiger Bestandteil, um autonomes Fahren in städtischen Umgebungen zu ermöglichen, in denen Fußgänger, Radfahrer und Objekte im Umfeld des Fahrzeugs zusätzliche Komplexität mit sich bringen.

Die Kombination der neuen, speziell für Radaranwendungen entwickelten S32R45 Prozessoren und TEF82xx Transceiver liefert die dafür notwendige Winkelauflösung, Rechenleistung und Reichweite. Damit lassen sich nicht nur kleine Objekte selbst auf größeren Entfernungen auseinanderhalten, sondern auch Fußgänger oder Radfahrer neben motorisierten Fahrzeugen zuverlässig erkennen und unterscheiden. Diese Imaging Radar Fähigkeiten werden immer wichtiger, damit zunehmend autonom fahrende Fahrzeuge selbst in komplexen innerstädtischen Verkehrssituationen basierend auf präzisen Umgebungsdaten die richtige Entscheidung treffen können.

NXPs Lösung sei auf kosteneffiziente, kompakte NCAP Corner Radaranforderungen in Serienfahrzeugen ausgerichtet, biete gleichzeitig aber Skalierbarkeit für Front Radar mit langen Reichweiten und anspruchsvollere Anwendungen wie den Simultanbetrieb von Totwinkel-Erkennung, Spurwechselassistent oder Höhenmessung, heißt es seitens des Herstellers. Diese Assistenten erfordern größere Reichweiten und deutlich bessere Winkelauflösungen, um mehrere Objekte rund um das Fahrzeug sicher erkennen und getrennt voneinander wahrnehmen zu können. Die Kombination aus NXPs neuen S32R294 Radarprozessoren und TEF82xx Transceivern bietet die benötigte Effizienz und Flexibilität, um die Implementierung für diese Einsatzgebiete individuell zu optimieren.

NXPs neue Radar-Sensorlösungen werden in der Serienproduktion bewährten 16nm FinFet- und 40nm RFCMOS-Technologien gefertigt. Die jeweiligen Bausteine der Radarlösungen von NXP werden derzeit bei Kunden bemustert und sollen im Laufe des Jahres 2021 in Massenproduktion erhältlich sein.

Autor: jst




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10.12.2020 08:18