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22.August 2018

Mercedes-Benz schickt Bremsassistent Active Brake Assist 4 in Serie


Mercedes-Benz schickt Bremsassistent Active Brake Assist 4 in Serie

Gleich drei neue Assistenzsysteme sollen künftig die Omnibusse von Mercedes-Benz und Setra sowie Stadtbusse sicherer machen: Die neueste Generation Active Brake Assist 4 (ABA 4) wird von Daimler ab 2019 flächendeckend als Serienausstattung für Omnibusse eingeführt. Zudem erhalten die Busse den Abbiegeassistenten Sideguard Assist. Vom ersten aktiven Bremsassisten, Preventive Brake Assist, profitieren zukünftig Stadtbusse. Hierbei wird bei akuter Kollisionsgefahr gewarnt und zeitgleich eine Teilbremsung ausgelöst.

Active Break Assist

Optional wurde der aktive Notbremsassistent vor zehn Jahren eingeführt, um Unfälle im Straßenverkehr zu verhindern und die schwächeren Verkehrsteilnehmer zu schützen. Nun wurde die 4. Generation, mit verbessertem Leistungsvermögen, auf alle Reisebusse von Mercedes‑Benz und Setra übertragen. Statt nur bei vorausfahrenden Fahrzeugen eine Vollbremsung einzuleiten, löste der Active Brake Assist 3 bereits zusätzlich eine automatische Vollbremsung auf stehende Hindernisse aus.

Der neue Active Brake Assist 4 führt als erster Notbremsassistent automatisch ein Bremsmanöver auf Fußgänger aus. Dabei stehen dem Fahrer verschiedene Optionen zur Verfügung: Er kann den Fußgänger per Signalhorn warnen, mit dem Bus ausweichen oder eine Vollbremsung ausführen. Multi-Mode-Radarsystem mit kombi­nierten Fernbereichs- und Nahbereichsradar bildet hierbei die Basis des ABA 4.

Till Oberwörder, Leiter Daimler Buses: „Mit diesem Schritt werden die ohnehin sicheren Omnibusse nochmals sicherer. Wir sind überzeugt: Der Active Brake Assist 4 wird nicht nur Unfälle verhindern, er wird Leben retten.“

Preventive Brake Assist

Der optionale Preventive Brake Assist ist der erste aktive Bremsassistent für Stadtlinienbusse. Er warnt bei einer Kollissionsgefahr mit sich bewegenden Fußgängern sowie mit stehenden oder fahrenden Objekten. Bei akuter Gefahr löst er zeitgleich automatisch eine Teilbremsung aus. Auf eine automatische Vollbremsungsfunktion wurde bewusst verzichtet, da die Warnkaskade und Bremseingriff speziell auf den Einsatz im Stadtverkehr ausgelegt sind. Bei einer Vollbremsung wurde eine erhöhte Verletzungsgefahr für die Fahrgäste bestehen. Der Fahrer kann jederzeit frei entscheiden, ob er die Möglichkeit einer Vollbremsung in Betracht zieht.

Sideguard Assist

Durch Ampeln, Beschilderung, Gegen- und Querverkehr benötigen Abbiegemanöver im Stadtverkehr erhöhte Konzentration und Aufmerksamkeit bei den Fahrern. Sich seitlich befindende Fußgänger und Radfahrer stellen dabei eine besondere Gefahr dar: Sie sind sich größtenteils nicht darüber bewusst, dass sie vom Busfahrer teiweise nicht gesehen werden. Daher bieten Mercedes‑Benz und Setra optional den Abbiege-Assistenten Sideguard Assist mit Personenerkennung an.

Dieser arbeitet mehrstufig:

  • Der Fahrer wird informiert, sobald sich ein bewegtes Objekt in der seitlichen Überwachungszone befindet. Eine LED in Dreiecksform leuchtet bei den Reisebussen im Außenspiegel auf der Beifahrerseite und im Kombiinstrument des Fahrers auf.
  • Eine rot leuchtende LED in Dreiecksform und eine Vibrationswarnung im Fahrersitz kommt zum Einsatz, wenn die Sensoren eine Kollionsgefahr erkennen.

Möglich wird dies durch eine Radarsensorik mit zwei Nahbereichs-Radarsensoren auf der Beifahrerseite, die in der Verkleidung hinter dem rechten Vorderrad angebracht sind. Die Überwachungszone hat eine Breite von 3,75 Meter und deckt beim Stadtbus die komplette Länge des Omnibusses ab. Neben der kompletten Länge wird beim Reisebus zusätzlich ein Bereich von fünf Metern vor und bis zu 15 Meter hinter dem Fahrzeug, je nach Fahrgeschwindigkeit, abgedeckt. Beim Stadtbus sind es jeweils zwei Meter nach vorne und hinten.

Editor: Tanja Lauch mit dem Pressematerial von Daimler

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