09.04.2021 - 08:01

KÜS entwickelt Prüfkriterien für autonomes Shuttle

Die Stadt Monheim am Rhein testet seit rund einem Jahr mehrere sogenannte People Mover im Stadtverkehr. Mit der periodischen Prüfung der Fahrzeuge und ihrer Sicherheit, also einer Hauptuntersuchung wie bei anderen Straßenfahrzeugen auch, ist die KÜS beauftragt, die zunächst Prüfkriterien dafür erarbeitete.

Die Stadt Monheim am Rhein testet seit rund einem Jahr mehrere sogenannte People Mover im Stadtverkehr. Mit der periodischen Prüfung der Fahrzeuge und ihrer Sicherheit, also einer Hauptuntersuchung wie bei anderen Straßenfahrzeugen auch, ist die KÜS beauftragt. In einem ersten Schritt ging es nun darum, die Prüfkriterien dafür zu erarbeiten.

Mit zurzeit 16 km/h fahren fünf elektrische automatisierte Kleinbusse durch die Stadt, auf einer festgelegten, etwa zwei Kilometer langen Strecke. On-Board-Kameras, Lasertechnologie und GPS-Navigation ermöglichen dem Fahrzeug das selbstständige Fahren auf der Straße, also ohne den Eingriff eines Fahrers. Ein Begleiter ist zwar noch an Bord, jedoch nur zur Kontrolle der Fahrt und um im Notfall eingreifen zu können. Bis zu 11 Passagiere können die Fahrzeuge in Monheim am Rhein transportieren.

Das fahrerlose Shuttle „EZ10“ ist das meist eingesetzte Shuttle weltweit und wird in mehr als 30 Ländern betrieben, um vor allem Lücken auf der sogenannten „ersten und letzten Meile“ zu schließen und so den ÖPNV zu entlasten. Das Shuttle ist in der Hauptsache eine Entwicklung des Softwareunternehmens EasyMile, das marktführend bei der Automatisierung von Fahrzeuglösungen für den Personen- und Güterverkehr ist. Bereits letztes Jahr hatte EasyMile erstmals in Deutschland ein SAE-Level-4 autonomes Shuttle auf einem Betriebsgelände in Schleswig-Holstein eingesetzt.

Die periodische Überprüfung der Fahrzeugsicherheit des People Mover, auch mit der Erarbeitung der Kriterien dazu, liegt in Monheim am Rhein in den Händen vom KÜS-Büro IFB Müller. Unterstützt werden die KÜS-Ingenieure dabei von der Technischen Leitung der Zentrale in Losheim. Vor Ort gibt es eine eigene KÜS-Prüfstelle. Die Fahrzeuge sind auf Basis einer Ausnahmegenehmigung für einen begrenzten Betriebsbereich im öffentlichen Verkehr zugelassen und müssen die darin enthaltenen Auflagen erfüllen. Begutachtet wird das komplette Fahrzeug jetzt im Hinblick auf die zu prüfenden Punkte bei der Hauptuntersuchung.

Vertreter des Herstellers waren demnach ebenfalls vor Ort und konnten sich einen Eindruck über die einzelnen Untersuchungsschritte machen. So können für die zukünftige regelmäßige Untersuchung Prüfmodi und Kriterien entwickelt werden, um beispielsweise das Fahrzeug auf einem Rollenbremsprüfstand zu testen, die Lichttechnik zu aktivieren und deren Funktion zu kontrollieren. Das KÜS-Areal wurde zur Teststrecke. Die Probefahrten erfolgten mit definierten verschiedenen Geschwindigkeiten, um dabei Verzögerungswerte und die Bremsstrecke zu ermitteln. Der Prüfbericht der ersten so durchgeführten Hauptuntersuchung bildet jetzt die Basis für die zukünftigen periodisch erfolgenden Prüfungen der People Mover der Stadt Monheim.

Autor: jst

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