08.10.2021 - 08:42

Ibeo präsentiert Blanc-Robot-Plattform

Ibeo Automotive Systems kooperiert mit dem australischen Fahrzeughersteller Applied EV. Gemeinsam haben die Partner eine Blanc-Robot-Plattform entwickelt, die für eine Reihe von autonomen Anwendungen konfiguriert werden kann, z. B. für die Fracht- und Paketzustellung oder für den Transport von schweren Arbeitsgeräten.

Das Hamburger Unternehmen für LiDAR-Sensoren und zugehörige Software und Systeme präsentiert auf dem ITS World Congress im Oktober 2021 in Hamburg erstmals gemeinsam mit dem australischen Partner Applied Electric Vehicles (Applied EV) eine Blanc-Robot-Plattform. Diese kann für eine Reihe von autonomen Anwendungen konfiguriert werden, z. B. für die Fracht- und Paketzustellung oder für den Transport von schweren Arbeitsgeräten.

Potenzielle Anwendungsfälle basieren auf der Tatsache, dass die Blanc-Robot-Plattform in der Lage sein soll, auf sowie abseits von befestigten Straßen autonom zu fahren. Ibeo bringt hierfür die notwendigen Sensorkomponenten und Softwaremodule für die Automatisierung der bereits als „autonomous-ready“ entwickelten AEV-Fahrzeugplattform ein. Ziel der Zusammenarbeit mit AEV ist die Weiterentwicklung der jeweiligen Technologie sowie die gemeinsame Industrialisierung und der Vertrieb einer fahrerlosen Transportlösung – im ersten Schritt für logistische Anwendungen mit dem klaren Ausblick, das Fahrzeug auch im öffentlichen Verkehr einzusetzen.

Mit Ibeo als Partner und dem ibeoNEXT an Bord ist die Blanc-Robot-Plattform für das autonome Fahren der Stufe 4 und damit für zukünftige Anforderungen aus Zulassungssicht bereits ausgerüstet. Die Fahrzeugplattformen sollen0 mit zehn ibeoNEXT-Sensoren und dem sogenannten Ibeo Driver sowie mit einer Allradlenkung und -antriebseinheit, Batterie- und Lademanagement und dem Drive-by-Wire-System Digital Backbone von Applied EV ausgestattet sein. Damit stellt die Plattform alle Funktionen für einen vollständig bidirektionalen Betrieb bereit. Der Blanc Robot ist eine modulare Plattform, die durch sogenannte „Pods“ vielfältige Anwendungsmöglichkeiten erlaubt – zum Beispiel als mobiler Einkaufsladen oder allgemein als sicherer und automatisierter Warentransporter etwa in der Paketauslieferung.

Die vereinbarte Entwicklungskooperation mit AEV stellt zunächst eine tiefe Integration des autonomen Fahrsystems von Ibeo mit der Applied-EV-Blanc-Robot-Plattform in den Vordergrund. „Um früh einen Mehrwert für gemeinsame Kunden zu schaffen, arbeiten wir seit rund einem Jahr eng zusammen und entwickeln unsere Technologien gemeinsam weiter. Dafür haben wir zum Beispiel bereits von Beginn an fundierte Sicherheitskonzepte erarbeitet, vom TÜV SÜD entwicklungsbegleitend bewerten lassen und zusammen mit Applied EV auf Fahrzeug- und Systemebene umgesetzt“, so Dr. Ulrich Lages, CEO von Ibeo.

Primäres Ziel sei es, für vergleichsweise schnell umsetzbare Anwendungsfälle in der Intralogistik Produkte für den Markt vorzubereiten, die auch ohne Überwachung betrieben werden können. Danach soll die Technologie für weitere komplexere Anwendungen, wie zum Beispiel für die Individualmobilität in Smart Citys, weiterentwickelt werden. „Unserer Vision einer sicheren fahrerlosen Mobilität für alle wollen wir uns in kleinen, aber realistischen Schritten nähern – und hier gibt es viele Kunden und Märkte, die bereits in wenigen Jahren von unserer Technologie und unseren Produkten wirtschaftlich und hinsichtlich Sicherheit und Komfort profitieren können. Für Ibeo ist diese Kooperation ein weiterer Schritt in den New-Mobility-Markt. Wir verfügen über die nötigen Mittel und Zertifizierungen, um schnell mit einer Serienproduktion zu starten“, verrät Lages.

Erste Tests Anfang 2022

Im Rahmen der Kooperation liefert Ibeo die komplette Technologie auf Basis der ibeoNEXT-LiDAR-Sensoren, einschließlich Wahrnehmungs- und Fahrsystem. Die genutzten Sensoren basieren auf einer neuartigen Photonen-Lasermesstechnik. Als sogenannte Real-Solid-State-Sensoren kommen sie vollständig ohne bewegliche Teile aus. Dabei sind die ibeoNEXT-LiDAR-Sensoren für die Automotive-Serienproduktion von Fahrerassistenzsystemen, aktiven Sicherheitssystemen und auch für automatisierte Fahrfunktionen geeignet.

Nachdem die Plattform vorerst in einer kontrollierten Umgebung angewendet werden soll – etwa in der Industrielogistik – ist auch ein späterer Einsatz im Straßenverkehr vorgesehen. Die ersten Praxistests mit ausgewählten Applikationspartnern starten Anfang 2022.

Autor: jst




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