10.09.2020 - 06:51

Hella bündelt Softwareaktivitäten in Berlin

Das neu gegründete Global Software House soll die unternehmensweiten Softwareaktivitäten bei Hella zusammenführen und digitale Geschäftsmodelle entwickeln. Verankert ist das Entwicklungszentrum beim Berliner Tochterunternehmen und Softwarespezialisten Hella Aglaia.

Das Global Software House soll die unternehmensweiten Softwareaktivitäten in globaler Verantwortung koordinieren sowie neue, digitalisierte Geschäftsmodelle entwickeln. Weltweit beschäftigt Hella derzeit rund 2.000 Softwareexpertinnen und -experten insbesondere im Bereich Embedded Software, beispielsweise in der Funktionsentwicklung für Radarsensorik, Batterie- und Lenkungselektroniken sowie Lichtsteuerung.

„Die automobile Zukunft wird maßgeblich von Softwareentwicklern geschrieben. Bis 2030 wird sich der Markt für Software und Elektronik im Auto nahezu verdoppeln“, sagt Dr. Rolf Breidenbach, Vorsitzender der Hella Geschäftsführung. „Die vielfältigen, weitergehenden Einsatzmöglichkeiten von Digitalisierung und Software in Produktion und Verwaltung sind hierbei noch gar nicht berücksichtigt. Für Hella ergeben sich daraus große Chancen, aber auch neue Anforderungen.“

Durch Gründung des Global Software House will der Automobilzulieferer im ersten Schritt die entstehenden Komplexitäten rund um die Softwareentwicklung reduzieren. So soll die neue Organisationseinheit die unternehmensweiten Entwicklungstätigkeiten im Softwarebereich harmonisieren sowie einheitliche, bereichsübergreifende Prozessstandards und Methoden definieren. Auch die zugehörigen Supportfunktionen wie Einkauf, Qualität und Recht werden im Global Software House gebündelt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Global Software House sowie der regionalen Software House-Satelliten, beispielsweise am Unternehmenssitz in Lippstadt sowie in Rumänien und Indien, sollen sich zunächst primär aus Teilen der bestehenden Hella Stammbelegschaft rekrutieren.

Im zweiten Schritt soll unter anderem die Erschließung neuer softwarebasierter Geschäftsmodelle forciert werden, indem Software als eigenständiges Produkt beispielsweise auf Pay-per-Use-Basis angeboten wird. Denkbar sind in diesem Kontext unter anderem Anwendungsfälle in den Bereichen Lichtsteuerung, Softwarelösungen für automatisiertes Fahren sowie Cloud Services.

Zuletzt hatte sich der Konzern einen Großauftrag für Matrix-LED-Scheinwerfer, Elektronik zur Lichtsteuerung sowie der erforderlichen Sensorik eines chinesischen Erstausrüsters gesichert. Für den Suzuki Swift und Swift Sport liefert Hella die 24-GHz-Radarsensorik. Die Technologie unterstützt sicherheitsrelevante Fahrerassistenzfunktionen wie die Totwinkel-Überwachung sowie einen Auspark-Assistenten.

Autor: jst

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10.09.2020 06:47