02.06.2021 - 08:49

Hella: Autoschlüssel per Ultrabreitband-Technologie

Hella bringt den digitalen Autoschlüssel mit Ultrabreitband-Technologie auf den Markt. Damit kann der Endverbraucher sein Auto vollkommen freihändig öffnen, schließen und den Motor starten, ohne einen klassischen Funkschlüssel oder das Smartphone in die Hand nehmen zu müssen.

Der Automobilzulieferer Hella wird mit seinem Smart Car Access in Serie gehen, das auf Ultrabreitband-Technologie basierende Fahrzeugzugangssystem. Dieser digitale, Smartphone-basierte Autoschlüssel bietet durch den vollständig freihändigen Fahrzeugzugang und entspricht höchsten Sicherheitsstandards, lässt Hella verlautbaren. Beliefert wird als erstes ein internationaler Automobilhersteller.

Mit dem digitalen Schlüssel auf dem Smartphone können FahrerInnen ihr Auto vollkommen freihändig öffnen, schließen und den Motor starten, ohne einen klassischen Funkschlüssel oder das Smartphone in die Hand nehmen zu müssen. Ab einer Distanz von 50 Metern wird das Endgerät automatisch durch das Fahrzeug erkannt. Sobald man sich dem Auto bis auf zwei Meter nähert, wird es entriegelt. Der Motor selbst kann erst gestartet werden, wenn sich das Smartphone im Fahrzeuginnenraum befindet. Zugleich lassen sich Zugangsberechtigungen zum Fahrzeug digital verwalten und teilen, beispielsweise für Carsharing-Angebote oder für Fuhrparkbetreiber. Zur Aktivierung zusätzlicher Komfort- oder Individualisierungsfunktionen, etwa für Welcome- oder Innenraumbeleuchtungen, können zudem personalisierbare Informationen im Smartphone hinterlegt werden.

Um die Funktionalitäten des Smart Car Access einfach, verlässlich und sicher umzusetzen, nutzt Hella die Ultrabreitband-Technologie. Diese Funktechnologie zur Nahbereichskommunikation kommt standardmäßig in neuen Smartphones zum Einsatz. Sie zeichnet sich durch eine hochpräzise, zentimetergenaue Ortung aus und verhindert zusätzlich die Gefahr von Relais-Attacken, also das unbefugte Öffnen eines Fahrzeugs durch Funkverlängerung. Zugleich stellt die Technologie sicher, dass die Systemlösung von Hella nicht zwingend eine App benötigt und auch in Situationen ohne Netz- oder Internetverbindung weiter funktionstüchtig bleibt. Die Systemlösung ist sowohl mit Android- als auch mit iOS-Betriebssystemen kompatibel.

Hella hat die UWB-Technologie in klassischen Funkschlüsseln bereits 2019 in Serie gebracht. Der ADAC hat die Sicherheit der Hella Technologie in einem unabhängigen Test hervorgehoben. Demnach ist das Volumenfahrzeug eines deutschen Automobilherstellers, das Hella mit einem UWB-basierten Funkschlüsselsystem ausgestattet hat, das erste Fahrzeug seiner Klasse überhaupt gewesen, das in dem Test nicht durch Funkverlängerung geöffnet werden konnte.

Autor: jst

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