29.07.2020 - 12:14

Gibt es einen europäischen Tesla-Jäger, wenn es um Chips und KI geht?

Das auf intelligente Objekterkennung, Künstliche Intelligenz (KI) und Deep Learning spezialisierte Unternehmen Eyyes (vormals AVI Systems) sieht sich selbst als Teslas größte Konkurrenz im Bereich Deep Learning und Chiparchitektur. Größenwahn oder ist doch was dran?

Anfang 2020 haben japanische Techniker ein Model 3 von Tesla in seine Einzelteile zerlegt und analysiert. Fazit der Ingenieure: Tesla sei europäischen Automobilherstellern um Jahre voraus.

Das Unternehmen Eyyes aus Österreich hat die Daten des Tesla Full Self-Driving (FSD) Computers – Teslas System für autonomes Fahren – mit der eigenen Deep Learning KI-Box verglichen. Diese Eyyes-Technologie soll in Echtzeit Bilder eines Full-HD-Kamerasensors mit nur 2 bis 6 Watt Leistungsverbrauch verarbeiten können, was einer Einsparung im Energieverbrauch gegenüber dem TEesla-System von rund 90 Prozent entsprechen würde. Dies wäre bei einem batteriebetriebenen Elektroauto ein ganz entscheidender Vorteil. Möglich sei dieser durch die extrem optimierte Art der Rechenleistung und Datenverarbeitung bei Eyyes, die in langjähriger Entwicklungsarbeit mit Unterstützung durch nationale und europäische Forschungsförderung in Deutschland und Österreich entstanden ist.

Für eine Integration in ein „autonomes“ Fahrzeug ist eine Umsetzung auf ASICs (applikationsspezifische Chips) vorgesehen. Die nachweisbaren Leistungsdaten der aktuellen Implementation des „Generic Neuro Chip“ (GNC) auf FPGA´s (frei programmierbarer Chip), wie sie heute in den Produkten und Applikationen von Eyyes im Echteinsatz bereits erreicht werden, seien mindestens jene Werte, wie sie der Tesla-FSD bietet, allerdings mit lediglich einem Zehntel des Energieverbrauchs.

Die Technologie könne das nämlich auf einem einzigen Chip bei einem minimalen Energieverbrauch von 2 bis 6 Watt pro Kamerasensor umsetzen, heißt es in einer Pressemitteilung von Eyyes. darüber hianus sollen sich auch andere Sensoriken wie LiDAR, RADAR und Ultraschall in die Applikation integrieren lassen. Damit wäre der „Generic Neuro Chip“ beziehungsweise seine FPGA-Implementation als generische Verarbeitungseinheit für autonomes Fahren universell einsetzbar.

Dip.-Ing. Johannes Traxler, Gründer und Geschäftsführer von Eyyes, fasst zusammen, welche Vorteile er in der alternativen Lösungsmöglichkeit insbesondere für Elektro- und Hybridautohersteller sieht: „Im Straßenverkehr, und hier vor allem beim autonomen Fahren, steht die eigene Sicherheit und die Sicherheit aller anderen Verkehrsteilnehmer an oberster Stelle. Millionen von Daten müssen im Bruchteil einer Sekunde erfasst und ausgewertet werden. Mit unserem Deep-Learning Accelerator Tool-Set bieten wir eine innovative Komplettlösung für Bildverarbeitung an, die ganz ohne Open-Source-Komponenten auskommt, maximale Performance bei minimalem Energieverbrauch vereint und so die Voraussetzung für höchste Sicherheitsstandards schafft.“

Eine der prominentesten Anwendungen der Eyyes Technologie kommt beim intelligenten Abbiegeassistenzsystem CarEye Safety Angle für LKW zum Einsatz. Das System, das über die allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) des Kraftfahrtbundesamts (KBA) verfügt und bereits gemäß den 2022 in Kraft tretenden UNECE-Spezifikationen entwickelt wurde, soll neue Maßstäbe in Sachen Verkehrs- und Technologiesicherheit setzen. „Hightech-Kamera-Monitor-Systeme, verknüpft mit KI- und Deep-Learning-Technologie, erkennen nicht nur bewegliche Objekte, wie zum Beispiel andere Fahrzeuge, Radfahrer oder Fußgänger, sondern klassifizieren und analysieren diese und deren weiteren Bewegungsverlauf in Echtzeit“, erklärt Dr. Wolfgang Domann, für Marketing und Vertrieb zuständiger Geschäftsführer von Eyyes.

Autor: jst

— Textanzeige —
intellicar.de MediadatenIn eigener Sache: intellicar.de wächst weiter als Newsservice für eine Branche, die ganz weit vorn ist. Mit einer einer attraktiven Anzeigenplatzierung können Sie unsere mehr als 7.000 Leserinnen und Leser von „intellicar daily“ über Ihre Termine, Innovationen und Joboptionen informieren. 350 Zeichen plus Link gibt’s schon ab 200 Euro netto. Alle Informationen und Preise finden Sie in unseren Mediadaten. Oder richten Sie Ihre Anfragen gern an werbung@intellicar.de
intellicar.de >> (Mediadaten, PDF)

Gefunden bei intellicar.de
https://intellicar.de/hardware-and-software/gibt-es-einen-europaeischen-tesla-jaeger-wenn-es-um-chips-und-ki-geht/
29.07.2020 12:59