22.01.2021 - 08:30

Ford implementiert Local Hazard Information

Ford-Fahrzeuge teilen digitale Informationen über mögliche Vorfälle im Bereich der Straßenverkehrssicherheit. Ziel ist es, Autofahrer – einschließlich Fahrzeuge anderer Marken – vor möglichen Gefahren auf ihrer Wegstrecke zu warnen.

Die „Lokale Gefahrenwarnung“ (Local Hazard Information) ist bereits für Ford-Baureihen wie den Puma und Kuga verfügbar. Partner eines herstellerübergreifenden Datenaustauschs, der von der Europäischen Kommission unterstützt wird, sind neben Ford unter anderem BMW, Volvo, Mercedes-Benz, TomTom und außerdem Here Technologies sowie europäische Verkehrsmanagement-Zentren. Die Fahrerinnen und Fahrer vernetzter Automobile verschiedener Hersteller können so dank der gemeinsamen Nutzung von Verkehrssicherheits-Daten vor potenziellen Gefahren gewarnt werden. Ford hat die hierfür notwendige Technologie unter dem Namen „Lokale Gefahrenwarnung“ (Local Hazard Information) Anfang 2020 zunächst für die neue Ford Puma-Baureihe eingeführt – mittlerweile ist die Funktion für weitere Ford-Modelle wie etwa den neuen Ford Kuga verfügbar.

„Vernetzte Fahrzeuge helfen dem Fahrer, eine mögliche Gefahr frühzeitig zu erkennen, die zum Beispiel unmittelbar hinter einer der nächsten Kurven lauern könnte“, sagte Peter Geffers, Manager, Connected Vehicles, Ford of Europe. „Datengestützte Informationssysteme sind umso effektiver, je mehr Fahrzeuge und Telematik-Quellen sie umfassen. Die herstellerübergreifende Anwendung dieser Technologie – auch über Ford hinaus – stellt einen bedeutenden Schritt nach vorn auf dem Weg zu mehr Verkehrssicherheit dar.“

Unter Leitung der von der Europäischen Kommission unterstützten Partnerschaft „Data for Road Safety“ folgt die Vereinbarung einer 16-monatigen Machbarkeitsstudie. Bei der wissenschaftlichen Untersuchung wurden Millionen sicherheitsrelevante Verkehrsinformationen (SRTI) – beispielsweise über defekte Fahrzeuge, rutschige Straßen oder eingeschränkte Sicht – erfasst, gesendet und zwischen verschiedenen Fahrzeugen der beteiligten Unternehmen ausgetauscht. Neben den bisherigen Partnern wie BMW, Ford, Here Technologies, Mercedes-Benz, TomTom und Volvo soll diese Infrastruktur für den Datenaustausch auch weiteren Interessenten offen stehen.

Bei Ford werden Vorgänge wie zum Beispiel das Einschalten der Nebelscheinwerfer, eine Notbremsung oder die Aktivierung des Airbags werden an Bord des betreffenden Fahrzeugs erfasst und mithilfe des fahrzeugeigenen Modems an einen Ford-Server gesendet. Von dort werden diese Informationen – Art der potenziellen Gefährdung und genauer Ort des Geschehens – als Gefahrenmeldungen an die SRTI-Partner verteilt, die ihrerseits Gefahrenmeldungen aus verschiedenen Quellen zusammenstellen und ebenfalls teilen. Alle relevanten SRTI-Gefahrenmeldungen werden demnach sofort und wiederum über Mobilfunk an Fahrzeuge in der Nähe der potenziellen Gefahr gesendet und im Display angezeigt. Die Informationen können nicht nur andere Fahrerinnen und Fahrer warnen, sondern auch Notdienste alarmieren und in Sekundenschnelle genaue Standortdaten bereitstellen, um bei Bedarf den Einsatz von Rettungskräften zu beschleunigen.

„Bei der ‘Data for Road Safety’-Infrastruktur handelt es sich um eine öffentlich-private Partnerschaft, die sehr genaue Daten liefert, um die Straßenverkehrssicherheit zu erhöhen, und somit eine Win-Win-Situation für die Gesellschaft als Ganzes darstellt“, sagt Joost Vantomme, Chairman des neuen SRTI-Projekts. „Die am Projekt beteiligten Fahrzeughersteller sind bereit, täglich Daten auszutauschen und werden gemeinsam mit allen beteiligten Partnern einen wichtigen Beitrag zum SRTI-Datensystem leisten.“

Autor: jst

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