20.07.2018 - 09:40

Ford geht mit neuer Technologie gegen Phantomstaus vor

Vermutlich kennt jeder diese ärgerliche Situation auf der Autobahn: der Verkehr staut sich, obwohl es keine Baustelle oder Unfall gibt. Schuld daran sind Verbremser oder Fahrmanöver bei zu hohem Verkehrsaufkommen, die eine Kettenreaktion auslösen und quasi nachfolgend einen Stau aus dem Nichts entstehen lassen. Wissenschaftler von der privaten Vanderbilt University in Tennessee (USA) und Ford haben herausgefunden, dass sich sogenannte Phantomstaus durch die Verwendung von adaptiven Geschwindigkeitsregelanlagen ACC (ACC = Adaptive Cruise Control) reduzieren lassen.

Die eigene Geschwindigkeit passt sich durch diese Assistenztechnologie automatisch dem Tempo des vorausfahrenden Fahrzeugs an. Angefangen beim Ford Fiesta bis hin zu den Transit-Modellen ist dieses System für rund 80 % der europäischen Ford-Modelle lieferbar.

Die gewünschte Reisegeschwindigkeit wird vom Fahrer über die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage vorgegeben. Diese Geschwindigkeit bleibt anschließend konstant und hält den ebenfalls vorher vorgegebenen Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug ein.

Getestet wurde das System, mit aktivierten ACC und ohne ACC, auf einer geschlossenen Ford-Teststrecke in den USA. Dabei mussten die 36 Fahrer der unterschiedlichen Ford-Modelle manuell abbremsen und auch wieder manuell Beschleunigen. Die Tests ergaben, dass Fahrzeuge mit ACC die Auswirkungen eines Bremsvorgangs für den nachfolgenden Verkehr reduzierten. Zudem fand man in einem von der EU finanzierten Forschungsprojekt unter der Leitung des Ford Research and Innovation Centers in Aachen heraus, dass Fahrzeuge, die mit ACC und Kollisionswarner ausgestattet sind, die Auswirkungen von Auffahrunfällen auf der Autobahn um mehr als 5 % senken können.

“Seit Jahren untersuchen Verkehrsforscher und Ingenieure intelligente Technologien, um die Gefahr von Verkehrsstaus zu reduzieren – ob es sich dabei um Fahrzeuge handelt, die miteinander kommunizieren, oder um Fahrzeuge, die Verkehrssituationen voraussagen können”, so Daniel Work, Civil Engineering Professor an der Vanderbilt University. “Die ACC-Demonstration war eine hervorragende Gelegenheit, um zu verstehen, wie sich der Verkehrsfluss mit Fahrer-Assistenzsystemen positiv beeinflussen lässt”.

Der im September auf den Markt kommende Ford Focus ist mit dem Intelligent Drive Assistent ausgestattet. Diese besteht aus einer intelligenten, adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage mit Verkehrsschilderkennung, einem Stau-Assistenten mit Stop & Go-Funktion und einem Fahrspur-Piloten. Die ACC kann bei diesem Assistenzsystem die Daten aus dem Verkehrsschild-Erkennungssystem verarbeiten und somit die Höchstgeschwindigkeit automatisch anpassen. Damit entlastet sie den Fahrer auf Abschnitten mit häufig wechselnden Tempolimits. Darüber hinaus sorgt die Stop & Go-Funktion bei auftretenden Staus durch selbstständiges Abbremsen und Anfahren für zusätzlichen Komfort.

Editor: Tanja Lauch mit dem Pressematerial von Ford

Autor: jst

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20.07.2018 09:26