14.10.2020 - 07:35

Digitalisierung der Mobilität – KBA und BSI kooperieren

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schließen eine Verwaltungsvereinbarung, um effektiver und ressortübergreifender zusammenzuarbeiten. Mit der Bündelung der Kompetenzen könne die sichere Entwicklung zum automatisierten und vernetzten Fahren beschleunigt werden.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) haben eine Verwaltungsvereinbarung geschlossen, mit der der Grundstein für ein effektives, ressortübergreif­endes Zusammenwirken beider Behörden gelegt werden soll. Mit der Bündelung der Kompetenzen des für die Typgenehmigung und Marktüberwachung von Kraftfahrzeugen zuständigen KBA und des BSI als Cyber-Sicherheitsbehörde des Bundes will man nun gemeinsam die sichere Entwicklung zum automatisierten und vernetzten Fahren beschleunien.

BSI-Präsident Arne Schönbohm: „Wer heute ein neues Auto kauft, der setzt voraus, dass er ein sicheres Fahrzeug erhält. Moderne Autos sind fahrende Hochleistungsrechner, die in erheblichem Maße von digitaler Technik abhängen und von dieser zukünftig auch autonom gesteuert werden sollen. Die Frage nach der Sicherheit muss somit auch auf diesen Bereich ausgeweitet werden, denn mögliche Cyber-Angriffe dürfen keinen Einfluss auf die Fahrsicherheit haben.“

KBA-Präsident Richard Damm: „Vernetzten Fahrzeugen gehört die Zukunft – mit dem zunehmenden Einsatz von Informations- und Kommunikations­technik in den Kraftfahr­zeugen ist die Schnittmenge zwischen KBA und BSI gewachsen. Deshalb ist es nur folgerichtig, mit der Zusammenarbeit zwischen BSI und KBA optimale Voraussetzungen für die Prüfung der Funktionsfähigkeit und Sicherheit der erforderlichen Systeme zu schaffen. Dies dient auch der gesellschaftlichen Akzeptanz neuer Technologien.“

Die Bundesregierung definiert in der „Strategie für das automatisierte und vernetzte Fahren“ unter anderem das Ziel, dass Schlüsseltechnologien der Mobilität 4.0 in Deutschland entwickelt, erforscht, getestet und produziert werden. Die Zusammenarbeit von BSI und KBA ist somit ein fast schon überfälliger Schritt für die langfristige staatliche Handlungsfähigkeit in der Digitalisierung der Mobilität sowie für weitere Gesetzesvorhaben zum automatisierten und vernetzten Fahren.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) aus dem Geschäftsbereich des Bundes­ministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur ist die Bundesober­behörde für den Straßenverkehr und zuständig für die Typgenehmigung und unter anderem die Typprüfung von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen sowie die Benennung von Technischen Diensten und Konformitätsbewertungs­stellen. Zudem führt das KBA die Marktüberwachung für alle Produkte im Regelungsbereich des Straßenverkehrsgesetzes durch.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gestaltet Informationssicherheit in der Digitalisierung durch Prävention, Detektion und Reaktion für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Als Cyber-Sicherheitsbehörde des Bundes ist es Aufgabe des BSI, Deutschland digital sicher zu machen. Seit seiner Gründung 1991 hat sich das BSI zu einem Kompetenzzentrum für Fragen der Informationssicherheit entwickelt, dessen fachliche Expertise national und international anerkannt ist. Das BSI ist eine Behörde im Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums.

Autor: jst

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