02.02.2020 - 18:43

Die inneren Werte: der neue Seat Leon

Seat hat Ende Januar 2020 den neuen Leon vorgestellt. Das neue Modell ist das erste umfassend digital vernetzte Fahrzeug der spanischen Volkswagen-Tochter. Wir haben die Infos zu den inneren Werten zusammengetragen.

Laut Seat basiert der Leon auf der weiterentwickelten MQB-Evo-Plattform und setzt auf aktuelle Fahrerassistenzsysteme und Hybridtechnologien. Gleichzeitig setzt man bei Seat für nächste Generation Leon auf ein umfassend digital vernetztes Fahrzeug. So gehört zu seiner Ausstattung neben dem Full Link-System für Android Auto und mit dem drahtlosen Zugang zu Apple CarPlay auch ein Online-Infotainment-System, das um neu entwickelte Apps erweitert werden kann. Zukünftig können Fahrer auch aus der Ferne auf die Daten ihrer Fahrzeuge zugreifen und Funktionen wie z.B. den Ladevorgang bei der Plug-in-Hybrid-Version oder die Klimaanlage steuern.

Die Displays

In der höchsten Ausstattungsvariante FR bringt der SEAT Leon bereits eine umfassende Serienausstattung mit: So verfügt der Leon beispielsweise über ein digitales Cockpit mit einem 10,25-Zoll-Bildschirm sowie die serienmäßige Einparksensorik am Heck. In den unteren Ausstattungsversionen sind bereits Warnsummer für nicht angelegte Sicherheitsgurte dabei, die Fahrdynamikregelung ESC und Reifendruckkontrollanzeige.

Das serienmäßige Media System verfügt über ein 8,25-Zoll-Display mit breiter Smartphone-Kompatibilität, während das Navigationssystem mit seinem größeren 10-Zoll-Display mit onlinegestützter 3D-Navigation, höher auflösendem Display und Sprach- und Gestensteuerung bedienbar ist. Laut Seat verfügt der Leon über eine Spracherkennung mit natürlichem Sprachverständnis. Damit lässt sich das Infotainment-System über natürliche Sprachbefehle steuern. Korrekturen und sogar frühere Befehle werden dabei berücksichtigt.

Mit der Full Link-Konnektivitätstechnologie bringt Seat Apple CarPlay drahtlos über Bluetooth oder WLAN in den LEon und Android Auto ist über eine Kabelverbindung möglich. Das Full Link-System erlaubt die Verbindung mobiler Endgeräte mit dem Infotainment-System des Fahrzeugs. Generell lässt sich das System über die Sprachsteuerung oder über die im Lenkrad integrierten Bedienelemente nutzen.

Optional gibt es die Connectivity Box. Sie ermöglicht das kabellose Laden von Smartphones via Qi-Technologie.

eSIM

Der Leon verfügt auch über eine Online Connectivity Unit (OCU) mit eingebauter SIM-Karte. Die Infotainment-Apps des Spaniers können so jederzeit aktualisiert und ergänzt werden; über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs hinweg können zudem neue digitale Produkte und Dienstleistungen eingespielt werden. Über die eSIM läuft auch der eCall-Service. Über ihn kann manuell oder automatisch ein Notruf abgesetzt werden. Dabei werden dann Informationen wie Fahrzeugstandort, -farbe oder Anzahl der Passagiere an die Rettungskräfte übermittelt.

Über die eSIM ist auch die Nutzung von Echtzeitdaten aus der Cloud möglich. Das Navigationssystem liefert so den neusten Verkehrsbericht, identifiziert nahegelegene Parkmöglichkeiten oder zeigt die Öffnungszeiten und Kraftstoffpreise der umliegenden Tankstellen an. Auch das Thema Radio wurde weitergedacht. Über die Online-Funktion kann der persönliche Lieblingssender auch im Ausland gehört werden.

Die App

Mit der Seat-eigenen Connect App ist der Zugriff auf Daten des Fahrzeugs möglich. Dazu zählen beispielsweise Fahrdaten, Fahrzeugstandort oder Fahrzeugstatus, inklusive Türen und Licht. Wird das Fahrzeug von einer anderen Person gefahren, kann der Eigentümer sogar Benachrichtigungen erhalten, wenn der aktuelle Fahrer zu schnell unterwegs ist. Weitere Funktionen sind Bereichs- und Diebstahlwarnungen, die ferngesteuerte Ver- und Entriegelung der Türen und die Betätigung von Hupe und Blinker, um das abgestellte Fahrzeug schneller finden zu können.

Bei der Plug-in-Hybrid-Variante des Seat Leon kann der Fahrer über den eManager in der Connect App aus der Ferne den Ladevorgang steuern, die Klimaanlage kontrollieren und die Abfahrtszeiten verwalten. Das Angebot an digitalen Funktionen soll zudem noch deutlich ausgebaut werden, heißt es bei Seat.

Die Assistenzsysteme

Seat hat dem Leon eine Reihe neuer Systeme spendiert. Mit dabei sind die Adaptive Fahrwerksregelung DCC, die automatische Distanzregelung (ACC) mit vorausschauender Geschwindigkeitsregelung, der Notfallassistent 3.0, Travel Assist sowie den Side Assist und Exit Assist.

Mit der neuen Adaptiven Fahrwerksregelung DCC passen sich Fahrverhalten und Handling des Fahrzeugs an die Bedingungen und Anforderungen des Fahrers an und sollen mehr Fahrkomfort vermitteln.

Die Adaptive Fahrwerksregelung überwacht kontinuierlich die Fahrbahnbedingungen und berücksichtigt dabei Lenkwinkel sowie Brems- und Beschleunigungsvorgänge. Auf Grundlage dieser Informationen erfolgt die Anpassung des Fahrwerks.

Die automatische Distanzregelung (ACC) mit vorausschauender Geschwindigkeitsregelung kann die Position des Wagens mithilfe der vom Navigationssystem gelieferten Routen- und GPS-Daten bestimmen und seine Geschwindigkeit in Abhängigkeit von der Straßenführung – wie etwa Kurven, Kreisverkehre, Kreuzungen, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Bebauung – korrigieren. Mithilfe der Frontkamera und der Verkehrszeichenerkennung kann das Tempo des Fahrzeugs angepasst werden, wenn sich die Geschwindigkeitsbegrenzung ändert.

Mit der zukünftigen Einführung der Travel-Assist-Funktion soll der Leon der vierten Generation nun auch autonomes Fahrens beherrschen. Das System nutzt Informationen, die von der automatischen Distanzregelung ACC und dem Spurassistenten geliefert werden, um das Fahrzeug aktiv in der Fahrspur zu halten und die Geschwindigkeit an den Verkehrsfluss anzupassen – bis zu einer Geschwindigkeit von 210 km/h. Auch bei Überholvorgängen arbeitet das System: Der Fahrer muss nur noch den Blinker setzen und das Fahrzeug führt das Überholmanöver eigenständig durch, sobald es die Verkehrssituation erlaubt.

Zur Gewährleistung der Sicherheit und zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben muss der Fahrer dabei stets mindestens eine Hand am Lenkrad behalten. Der Leon ist mit kapazitiven Sensoren am Lenkrad ausgestattet. Registrieren diese länger als 15 Sekunden keinen Kontakt, erhält der Fahrer optische und akustische Warnsignale und das Fahrzeug bremst ruckartig ab. Reagiert der Fahrer dann noch immer nicht, greift der Notfallassistent ein und bringt das Fahrzeug möglichst sicher zum Stehen.

Eine weitere Neuerung im Sicherheitspaket des Leon ist die Ausstiegswarnung. Wird im Stand eine Tür geöffnet, gibt das Fahrzeug bei Verkehr ein akustisches Warnsignal ab – dabei kann es sich um andere Fahrzeuge handeln, die sich auf der Fahrerseite nähern, oder um Radfahrer und Passanten auf der Beifahrerseite.

Der neue Seat Leon ging im Januar 2020 in die Produktion, Marktstart ist im April 2020. Und ohne Frage erinnert vieles der der digitalen Details an die Ausstattung des Golf 8. Lesen Sie hier mehr zu den inneren Werten des neuen Golfs >>

Editor: Jens Stoewhase mit Pressematerial der SEAT, S.A.

Autor: jst

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