17.08.2020 - 10:34

Deutsche Bahn: 20.000 Fahrradstellplätze bundesweit konkret in Planung

Die DB will in die Bike+Ride-Offensive gehen. Bundesweit sind demnach bereits 20.000 weitere Stellplätze an über 100 Bahnhöfen konkret in Planung. In Freising wurden gerade 800 neue Fahrradstellplätze am Zukunftsbahnhof in Betrieb genommen.

Reisende sollen ihre Räder dort bequem und vor Witterung geschützt abstellen können. Die Anlage ist doppelstöckig und größtenteils überdacht. „Die Kombination Bahn und Rad ist doppelt grün. Wir sorgen für noch mehr Fahrradstellplätze am Bahnhof und treiben damit die Verkehrswende konsequent weiter voran. In den nächsten Jahren entstehen bundesweit bis zu 100.000 neue Fahrradstellplätze an Bahnhöfen. Wir können auch Fahrrad“, sagt Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der DB AG. Das Bundesumweltministerium fördert die Bike+Ride-Offensive. Für die Anlage in Freising kamen weitere Gelder von der Stadt und dem Bayerischen Verkehrsministerium.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Ich freue mich, dass wir mit der Deutschen Bahn einen starken Partner an unserer Seite haben, um die Kommunen vor Ort bei der Einrichtung von Fahrradabstellplätzen zu unterstützen und sie gemeinsam mit der finanziellen Förderung aus der Nationalen Klimaschutzinitiative zu realisieren. Unsere gemeinsame Initiative für bis zu 100.000 neue Bike+Ride-Plätze an deutschen Bahnhöfen stellt besonders für Pendler eine attraktive Alternative zum Auto dar und stärkt eine umweltschonende Mobilität.“

Die Nachfrage der Kommunen nach dem Bike+Ride-Programm ist offenbar groß. Die Bahn unterstützt dabei, geeignete Standorte an den Bahnhöfen zu finden und hilft bei der Planung und Montage der Anlagen. Für mehr als 100 Bahnhöfe mit rund 20.000 Stellplätzen liegen bereits fertige B+R-Konzepte vor, heißt es in einer aktuellen Pressemeldung.

Neue Bike+Ride-Anlagen gibt es bereits an den bayerischen Bahnhöfen Hof und Aschaffenburg, im baden-württembergischen Sinsheim, am hessischen Bahnhof Fulda und in Hamburg-Othmarschen. Weitere Plätze sind in den vergangenen Wochen auch an den brandenburgischen Bahnhöfen Groß Kreutz und Götz sowie an den bayerischen Stationen Bichl und Passau entstanden. Schon vor dem Start des Bike+Ride-Programms standen Kunden bereits mehr als 400.000 Stellplätze an den Bahnhöfen zur Verfügung, heißt es seitens der DB.

An aktuell sechs Bahnhöfen, wie zum Beispiel Cottbus, Heilbronn und Offenbach Marktplatz, können Radfahrerinnen und Radfahrer den Luftdruck am Fahrradreifen prüfen und kleinere Reparaturen selbst vornehmen, kleine Fahrrad-Service-Stationen machen es möglich. Die stehen kostenfrei zur Verfügung. Sie enthalten diverse Werkzeuge und eine Luftpumpe. Auch der Zukunftsbahnhof Freising bekommt eine solche Self-Service-Station. Weitere Bahnhöfe sollen in Kürze folgen. Geplant ist, dass die Reparatursäule bald zum Standardangebot an vielen weiteren Bahnhöfen im gesamten Bundesgebiet gehört, erklärt die Bahn.

Die Fahrrad-Service-Stationen stehen an so genannten Zukunftsbahnhöfen, an denen die DB neue Ideen und Services für Reisende und Besucher testet. Insgesamt 16 Zukunftsbahnhöfe gibt es im gesamten Bundesgebiet, die Stationen werden mit 100 Prozent Ökostrom betrieben.

Autor: jst

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