16.09.2020 - 08:21

Der neue Hyundai Tucson – digital aufgerüstet

An Bord hat der SUV die neueste Version von Hyundais Bluelink-Telematikdiensten, die einige neue Cloud-Dienste wie Connected Routing, Last Mile Navigation und Fahrerprofile enthält. Fahrgäste können ihre individuellen Infotainment-Vorlieben mit dem neuen Fahrerprofilen einrichten. Zudem kommt der Tucson mit verbesserten Fahrassistenzsystem und Features in Sachen Sicherheit.

Die vierte Generation des Bestsellers von Hyundai wird mit einer noch größeren und breiteren Karosserie präsentiert. Der neue Tucson soll so mit einem progressiven Look aufwarten und „seine Identität als robustes SUV“ behalten.

Uns interessieren – wie immer – die technischen Details oder auch gern bei uns genannt „die inneren Werte“. Dem Infotainment hat Hyundai ein neues 10,25 Zoll großes Display spendiert, das nun prominent in die vertikal verlaufende Mittelkonsole integriert ist. Auf physische Knöpfe und Schalter haben die Hyundai Designer verzichtet, alle Funktionen des Infotainmentsystems und der Klimaanlage werden über Touchsensoren bedient. Damit ist der Tucson das erste Hyundai Modell mit einer reinen Touch-Mittelkonsole.

Das vollständig digital konfigurierbare duale Cockpit besteht dem großen Touchscreen für Infotainment in der Mittelkonsole und einem ebenfalls großen Instrumentendisplay, dessen Farbschemen sich abhängig von der Wahl des Fahrmodus ändern sollen.

Hyundai bietet für den Tucson die neueste Version seiner Bluelink-Telematikdienste, die der Autobauer jüngst deutlich ausgebaut hat. Fahrgäste können ihre individuellen Infotainment-Vorlieben mit dem neuen Fahrerprofilen einrichten. Bis zu zwei Haupt-Accounts und ein Gast-Zugang können installiert und z.B. auch ein Profilbild über die Bluelink-App ins Auto hochgeladen werden. Das Benutzerprofil speichert die Infotainment-Vorlieben in der Cloud, etwa die bevorzugte Systemsprache, aber auch Navigationseinstellungen oder die Lieblings-Radiosender.

Wenn das Auto in 200 Metern bis zwei Kilometern Entfernung vom eigentlichen Ziel geparkt werden muss, kann die Last Mile Navigation aktiviert werden und die Bluelink-App auf dem Smartphone zeigt den Fußweg zum Ziel. Zusätzlich bietet der neue Tucson eine Kalender-Integration im Infotainmentsystem. Somit können Apple- oder Google-Kalender auf dem Zentraldisplay des Tucson integriert gezeigt werden. Die Synchronisation läuft über die Einstellungen der App.

Mit der neuen, cloud-basierten Connected Routing Navigation sollen die Fahrstrecken von einem leistungsstarken Server innerhalb der Bluelink-Cloud berechnet werden. Das soll die Genauigkeit der Vorhersage für Verkehrssituationen verbessern, die Kalkulation der Ankunftszeiten präziser machen und für zuverlässigere Neuberechnungen der Routen bei Verkehrsstörungen sorgen.

Inzwischen sind auch Apple CarPlay und Android Auto im Infotainmentsystem des Hyundai Tucson verankert. Passend dazu kommt der Tucson mit einer Induktionsladefläche für Smartphones in der Mittelkonsole sowie USB-Anschlüsse vorne und hinten. Die Hyundai LIVE Services liefern Echtzeit-Parkinformationen, bieten aktuelle Wettervorhersagen oder zeigen die nächsten Tankstellen inklusive Preisen an. Individuelle Ziele oder Sehenswürdigkeiten können ebenfalls über die App ins Navigationssystem des Tucson geladen werden.

Fährt der neue Tucson durch die Nacht, erleben alle Mitfahrer ein stimmungsvolles Ambientelicht, das in den beiden Seitentaschen der Mittelkonsole, in der Induktionsladefläche fürs Smartphone und in den Ablagefächern der Türen positioniert ist. Das Ambientelicht bietet 64 verschiedene Farbtöne mit je zehn Helligkeitsstufen. Na wenn da nicht für jede Stimmung etwas das dabei ist, weiß man auch nicht mehr weiter…

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Viel Assistenz an Bord

Hyundai stattet seinen SUV mit einer großen Zahl an Fahrassistenzsystemen aus. Neben einem verbesserten Sieben-Airbag-System, das durch einen Front- oder Seitenaufprall ausgelöst werden kann, tritt automatisch die Multikollisionsbremse in Aktion – sollte eine Fahrerin oder ein Fahrer das Fahrzeug nicht mehr sicher zum Stillstand bringen können, übernimmt das Auto diese Aufgabe selbst, damit es möglichst nicht zu weiteren Kollisionen kommt.

Der neue Tucson ist darüber hinaus mit einem automatischen Notbremsassistent ausgerüstet, der Alarm schlägt, wenn ein Zusammenstoß mit einem Auto, Fahrrad oder Fußgänger droht. Sollte man nicht reagieren und rechtzeitig bremsen, übernimmt das System automatisch die Bremse, um einen Unfall zu verhindern. Zum ersten Mal in einem Hyundai Tucson enthält das System nun zusätzlich die Abbiege-Funktion, die die Schutzwirkung auch auf drohende Kollisionen an Kreuzungen ausdehnt. Die Abbiege-Funktion des automatischen Notbemsassistenten erkennt entgegenkommende Autos, wenn man links abbiegen will, und bremst automatisch, sollte dabei eine Kollision wahrscheinlich werden.

Der Spurfolge-Assistent soll das Fahrzeug sicher in der Mitte seiner Fahrspur halten. Diese wird über die Frontkamera erkannt, und das System gibt automatische, kaum merkliche Steuerungsimpulse, sollte das Auto zu stark von der Mitte seiner Spur abweichen. Der Spurfolge-Assistent arbeitet dabei zusammen mit dem aktiven Spurhalte-Assistenten, der das versehentliche Verlassen der Fahrspur verhindern kann und nun neben den Fahrbahnmarkierungen auch Straßenränder erkennt.

Der Aufmerksamkeits-Assistent überwacht spezielle Fahrmuster, um die Müdigkeit des Fahrers festzustellen und mögliche Unfälle zu verhindern. Der Sicherheitsassistent arbeitet zusammen mit dem Anfahralarm, der alarmiert, wenn das Fahrzeug vorne anfährt und man selbst nicht schnell genug darauf reagiert, etwa an Ampeln.

Hyundai spendiert dem Kompakt-SUV auch den Autobahn-Fahrassistent. Das System kombiniert die Funktion der Geschwindigkeitsregelanlage mit dem Spurfolge-Assistenten. Das Auto hält somit automatisch das Tempo sowie den passenden Sicherheitsabstand und bewegt sich gleichzeitig in der Mitte seiner Fahrspur. Damit nicht genug: Das System verfügt bei Hyundai über erweiterte Funktionen und trägt im neuen Tucson nun den Namen „Navigation-based Smart Cruise Control – Curve“. NEs kann mithilfe der Navigationsdaten eine herannahende Kurve erkennen und die Geschwindigkeit des neuen Tucson bei Bedarf automatisch auf ein sicheres Niveau reduzieren. Mit dem Kurvenausgang wird dann die Geschwindigkeit automatisch wieder auf den ursprünglichen Wert erhöht. Wünscht man, diese kombinierte Sicherheits- und Komfortfunktion zu nutzen, muss man dazu nur einmal auf einen entsprechenden Knopf im Lenkrad drücken.

Ein weiteres neues Sicherheitsfeature ist die intelligente Verkehrszeichenerkennung. Sie zeigt die aktuell gültigen Geschwindigkeitsbeschränkungen auf dem zentralen Display an und passt die tatsächliche Geschwindigkeit automatisch an.

Den aktiven Totwinkel-Assistent packt Hyundai ebenfalls ins Fahrzeug. Der warnt nicht nur optisch und akustisch, sollte beim Spurwechsel eine Kollision mit einem von hinten herannahenden Fahrzeug drohen – das System ist auch in der Lage, selektiv einzelne Räder abzubremsen, um das Auto wieder in die Spur zurückzuholen. Diese Funktion nutzt die Frontkamera des Wagens und seine Radarsensoren, die an den hinteren Seitenausläufern des SUVs angebracht sind, um die relative Position und Geschwindigkeit anderer Fahrzeuge neben dem Tucson oder in seinem toten Winkel zu berechnen. Der Totwinkelwarner ist zudem kombiniert mit dem Querverkehrswarner hinten: Beim Zurücksetzen warnt das System den Fahrer vor der Annäherung eines anderen Fahrzeuges, das den eigenen Weg kreuzt. Notfalls bremst das Auto auch automatisch, um eine Kollision zu verhindern. Bei Hyundai gibt es auch den Totwinkel-Monitor. Wenn der Blinker zum Spurwechsel gesetzt wird, zeigt eine der beiden Hauptanzeigen im Instrumentendisplay einen Blick in den toten Winkel der entsprechenden Seite. Damit wird der Blickwinkel der Außenspiegel erweitert, zudem soll diese Methode die Sicht nach hinten im Dunkeln und bei Regen verbessern.

Der Fernlicht-Assistent erkennt im Automatikmodus sowohl entgegenkommende Fahrzeuge als auch solche in der eigenen Spur und wechselt bei Bedarf automatisch zum Abblendlicht. Damit soll die Blendung anderer Verkehrsteilnehmer zuverlässig reduziert werden. Sind keine anderen Fahrzeuge mehr im Sichtfeld, wird ebenfalls automatisch auf Fernlicht zurückgeschaltet, um dem Fahrer die bestmögliche Sicht zu bieten.

Die Liste der Systeme nimmt offenbar kein Ende: Der neue Insassenalarm überwacht etwa die Rücksitze mit einem Bewegungssensor. Über optische und akustische Warnungen wird sichergestellt, dass man Passagiere aussteigen lässt, bevor man sein Fahrzeug abschließt und verlässt. Mit dem Schlafmodus für die hintere Sitzreihe können die Lautsprecher im Fond stummgeschaltet werden, um den Rückbank-Passagieren speziell auf der Langstrecke Ruhe zu gewähren. Der neue Ausstiegsassistent alarmiert die Insassen auf allen Plätzen, wenn sich andere Fahrzeuge nähern, während sie gerade aussteigen wollen.

Autonomes Parken

Der neue Tucson bietet außerdem einen Rundumblick anhand eines „Surround View Monitors“, der eine dreidimensionale 360-Grad-Ansicht des Autos aus verschiedenen Blickwinkeln ermöglicht. Das schließt die Möglichkeit des Zoomens auf allen Seiten des Tucson ein, also vorn, hinten, links und rechts. Außerdem kann durch den Rundum-Blick das Auto aus der Vogelperspektive angezeigt werden, um die Sichtbarkeit potenzieller Hindernisse zu erhöhen.

Das System ist dabei synchronisiert mit dem neuen intelligenten Park-Assistenten mit Fernbedienung. Anhand dieser Funktion kann man den Tucson automatisch ein- und ausparken lassen, selbst dann, wenn man nicht im Auto sitzt. Aktiviert und kontrolliert wird die Funktion über den Smart Key Autoschlüssel, und das Fahrzeug nutzt seine Ultraschallsensoren, um Hindernisse zu erkennen. Sobald das Risiko einer Kollision besteht, bremst der Tucson im Park-Assistenz-Betrieb automatisch.

Autor: jst

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16.09.2020 08:30