10.02.2020 - 07:44

Conti baut neues Werk in den USA

Der Zulieferer Continental hat den Bau eines neuen Werks in New Braunfels im U.S.-Bundesstaat Texas angekündigt. Mit dem Neubau will man die Kapazität zur Fertigung von Radarsensoren erweitern.

„Continental ist weltweit einer der Marktführer in diesem Bereich. Wir profitieren von stetig steigenden Ausstattungsraten in Neufahrzeugen. Und auch künftig rechnen wir uns große Wachstumschancen aus“, erläutert Frank Jourdan selbstbewusst. Jourdan ist im Vorstand von Continental für den Bereich„Autonomous Mobility and Safety“ verantwortlich. „In den nächsten fünf Jahren planen wir weitere Investitionen im hohen dreistelligen Millionen Eurobereich in den Bereichen assistiertes und automatisiertes Fahren. Die Kapazitätserweiterung in New Braunfels ist Bestandteil unserer Wachstumsstrategie“, führt er aus. „Im Zeitraum von 2015 bis 2019 haben sich die Umsätze mehr als verdoppelt und wir sehen gute Chancen unsere Marktposition zukünftig noch weiter auszubauen“, fügt Jourdan hinzu.

In den Bau des neuen Werks in New Braunfels, Texas will Continental in den kommenden drei Jahren rund 100 Millionen Euro investieren. Auf einer Fläche von 20.000 Quadratmeter sollen Fahrerassistenzsysteme produziert werden. Der erste Spatenstich ist bis Mitte 2020 geplant, bevor im Jahr 2021 die Produktion von Radarsensensoren starten soll. Zu den bestehenden 450 Arbeitsplätzen in Entwicklung und Produktion von Fahrerassistenzsystemen in der Region kommen durch den Neubau weitere 130 neue Jobs hinzu. Weitere Ausbaustufen des neuen Werks sind offenbar noch denkbar. Bisher produziert Continental Radarsensoren im rund 25 Kilometer von New Braunfels entfernten Seguin.

In den Regionen Europa, Amerika und Asien betreibt Conti eigene Entwicklungszentren sowie Produktionsstandorte, um passgenaue Lösungen für ihre Kunden anbieten zu können. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 rechnet der Zulieferer weiterhin mit einem Umsatz im Bereich Assistenzsysteme von mehr als 2 Mrd. Euro. Auch für die Zukunft sieht man die Zeichen klar für Wachstum. So hatte Continental in den Jahren 2017 und 2018 jeweils neue Aufträge im Gesamtwert von durchschnittlich um die drei Milliarden Euro erhalten.

Amerikanische Automobilhersteller setzen die Radarsensoren von Continental für Funktionen wie Notbremsassistent und intelligenter Tempomat ein. Auch speziell auf den US-Markt zugeschnittene Funktionen, wie die Überwachung des toten Winkels von Pkw mit Anhängern (Trailer-Length-Detection und Trailer-Merge-Assist), die erstmals 2018 im Dodge Ram 1500 in Serie gingen, basieren auf den Radarsensoren. Neben New Braunfels ist Continental in den USA noch mit weiteren Standorten für Fahrerassistenzsysteme vertreten: Mit einem Entwicklungsstandort in Auburn Hills in der Nähe von Detroit und in Santa Barbara, Kalifornien, wo das Unternehmen Lidar-Technologien entwickelt.

Editor: Jens Stoewhase mit Pressematerial der Continental AG

Autor: jst

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10.02.2020 07:21