HARDWARE & SOFTWARE

12.Dezember 2018

Bosch zeigt sich mit Konzeptfahrzeug und Services auf der CES


Bosch zeigt sich mit Konzeptfahrzeug und Services auf der CES

Quelle: Bosch

Es ist nur noch eine Frage Zeit, bis sich elektrisch angetriebene, fahrerlose Shuttles durch die Innenstädte bewegen. Für diese Shuttle-Fahrzeuge, die künftig Menschen oder Güter durch die Metropolen befördern, liefert Bosch Komponenten und Systeme für die Automatisierung, Vernetzung und Elektrifizierung. Auf der CES 2019 wird das Unternehmen ein Konzeptfahrzeug präsentieren und sein Komplettangebot an Mobilitätsservices erlebbar machen.

Zu dem intelligenten und nahtlos vernetzten Ecosystem sollen u.a. auch Buchungs-, Sharing- und Vernetzungsplattformen, Parkplatz- und Ladeservices sowie Softwarelösungen für das Verwalten und Warten der Fahrzeuge und Infotainmentangebote gehören.

„Bosch entwickelt ein weltweit einzigartiges Paket aus Hardware, Software und Mobilitätsdiensten für die Shuttle-Mobilität der Zukunft“, sagt Dr. Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH.

Laut einer Roland-Berger-Studie werden allein in Europa, den USA und China bereits 2020 rund eine Million solcher Shuttles unterwegs sein. Man geht davon aus, dass die elektrisch fahrenden, abrufbaren Transportmittel ab Mitte der nächsten Dekade auch ganz ohne Fahrer auskommen. Dahinter steckt jede Menge Technik von Bosch – vom elektrischen Antrieb, einer 360-Grad-Umfeldsensorik bis hin zur Vernetzungssteuerung und den Fahrzeugleitrechnern. In Verbindung mit entsprechenden Mobilitätsdiensten werden diese Systeme alltagstauglich und können flexibel genutzt werden. Angefangen von der Wartung und Pflege, über Laden der Fahrzeuge bis hin zu Routenplanung und Buchung bietet Bosch auch in diesem Feld eine Palette an Dienstleistungen an.

Bosch zeigt sich mit Konzeptfahrzeug und Services auf der CES

Quelle: Bosch

„Ohne digitale Services von Bosch wird in Zukunft kein Fahrzeug mehr unterwegs sein“, sagt Heyn.

So können die Shuttles zum Beispiel bequem per Smartphone gebucht werden. Dabei erkennt ein Algorithmus, welches Fahrzeug am schnellsten verfügbar ist und ob es noch weitere Nutzer gibt, die eine ähnliche Strecke fahren wollen. Neben der Reduzierung des Verkehrsaufkommens, wird auch die Fahrt bei mehreren Fahrgästen gleichzeitig günstiger. Die Identifizierung am Abholort erfolgt mit dem digitalen Zugangs-Service Perfectly keyless von Bosch ebenfalls per Smartphone. Bezahlt wird die Fahrt am Zielort mit dem ePayment-Service von Bosch.

Der Innenraum des Konzeptfahrzeuges ist von Bosch für vier Fahrgäste konzipiert. Diese sitzen sich für maximale Beinfreiheit gegenüber. Weiterhin ist der Innenraum mit Bildschirmen und bordeigenen WLAN ausgestattet. So kann beim Familienausflug ein Film geschaut oder auf der Fahrt zum Büro noch kurz eine Präsentation durchgegangen werden. Mit dem integrierten Concierge-Service übernimmt das Shuttle zudem die Funktion eines persönlichen Assistenten, der die Insassen während der Fahrt mit Empfehlungen, Reservierungen, Wetterberichten und Reisehinweisen versorgen kann.

Bosch zeigt sich mit Konzeptfahrzeug und Services auf der CES

Quelle: Bosch

Des Weiteren verknüpft der Convenience-Charging-Service Fahrzeuginformationen wie den aktuellen Batterieladungsstand, den Energieverbrauch durch Heizung und Klimaanlage mit Daten aus dem Umfeld, wie einer Stau- und Wettervorschau, zu einer besonders präzisen Prognose der Reichweite. Zudem findet er die optimale Ladestation und kann sie vorab reservieren. Damit weiß man als Nutzer, wie weit die Batterieladung reicht und braucht keine Angst vor dem Liegenbleiben haben.

Damit die fahrerlosen Elektro-Shuttles auch sicher im Straßenverkehr unterwegs sind, entwickelt Bosch zum Beispiel Radar-, Video- und Ultraschallsensoren, Bremsregelsysteme und elektrische Servolenkungen für die Automatisierung selbst. Zu den digitalen Diensten zählt auch der vorausschauende Straßenzustands-Service, durch den die Fahrzeuge wissen, welche Umfeldbedingungen vorherrschen. Die Positionsbestimmung erfolgt über die Bosch Straßensignatur, einen kartenbasierten Lokalisierungsservice (wir berichteten >>).

Bosch zeigt sich mit Konzeptfahrzeug und Services auf der CES

Quelle: Bosch

Auch an die Wartung hat der Konzern gedacht: Nach der Fahrt erkennt ein kamerabasiertes System zur Innenraumerkennung, ob Gegenstände im Shuttle vergessen wurden. Ist dies der Fall, wird der Fahrgast per Smartphone informiert. Damit sich dass Shuttle immer im technisch einwandfreien Zustand befindet, überwachen Sensoren bei der vorausschauenden Diagnose den Zustand wichtiger Komponenten. So erfolgt bereits vor dem Auftreten eines Defektes in Warnhinweis. Software-Updates erfolgen „Over-the-Air“.

Editor: Tanja Lauch mit dem Pressematerial von Bosch

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