28.10.2020 - 08:20

Audi schickt e-tron-Routenplaner in Serie

Der intelligente Routenplaner für den Audi e-tron beseitige Unsicherheiten rund um die Aufladevorgänge, heißt es vom Autobauer. Als Teil der Audi connect-Dienste organisiere das System per myAudi-App oder im Navigationssystem des Autos eine ideale Routenplanung, die Ladevorgänge je nach Batteriestand berücksichtigt.

Der e-tron Routenplaner steckt in allen vollelektrischen e-tron Modellen von Audi. Serienmäßig bietet er als Teil der Audi connect-Dienste dem Kunden die grundlegende Routenplanung. Im Vorfeld der Reise ist diese per myAudi App oder im Navigationssystem des Autos möglich. Dabei unterstützt das System mit einer Planung der nötigen Ladevorgänge – immer dann, wenn das Ziel außerhalb der Reichweite des Fahrzeugs liegt. Der erweiterte e-tron Routenplaner passt sich demnach mit neuen Algorithmen den Besonderheiten des elektrischen Fahrens noch besser an. Durch tagesaktuelle Daten und individuelle Routen soll der Alltagsnutzen erhöht werden.

Der Routenplaner erweitert in den batterieelektrisch betriebenen Modellen die bekannten Navigationsfunktionen des Audi MMI (Multi Media Interface) um die spezifischen Belange für Elektroautos. Zudem assistiert das System, um die Anforderungen der Elektromobilität speziell bei mittleren und längeren Distanzen optimal zu bewältigen. So soll der Routenplaner die schnellste Route berechnen, berücksichtigt Verkehrs- sowie Streckendaten, bezieht den Fahrstil mit ein, kalkuliert die Dauer der Ladestopps und plant sie in die Gesamtfahrtzeit ein. Die Nutzerinnen und Nutzer erhalten wichtige Informationen wie Ladeleistung oder Ladeanschlüsse und Steckertyp für die jeweiligen Ladepunkte. Ebenso zeigt das System die dynamische Verfügbarkeit an, etwa ob Ladesäulen frei oder belegt sind. Warum auch immer: Audi betont, es stünde stets im Vordergrund ein schnelles Vorankommen. Wer schon mal länger mit einem Elektroauto unterwegs war, die oder weiß, dass die Geschwindigkeit in solch einem leisen Fahrzeug schnell in den Hintergrund rückt.

Trotzdem errechnet der Routenplaner Geschwindigkeitsvorteile und so können beispielsweise zwei kurze Ladevorgänge mit hoher Ladeleistung Zeitvorteile gegenüber einem langen Stopp mit niedrigerer Ladeleistung bringen. Auch alternative Strecken mit besserer Ladeinfrastruktur werden für die Kalkulation der optimalen Gesamtreisezeit berücksichtigt, eine deutlich wichtigere Funktion in Deutschland, wo die Ladeinfrastruktur noch stark ausbaufähig ist. Der Audi e-tron Routenplaner bevorzugt dabei die leistungsfähigen HPC-Ladestationen (HPC = High Power Charging). Sie können die Hochvoltbatterie beispielsweise beim Audi e-tron Sportback 55 quattro mit bis zu 150 kW Gleichstrom (DC) aufladen. Unter Idealbedingungen dauert das Laden von 5 auf 80 Prozent der Batteriekapazität nur rund eine halbe Stunde. Eine Push-Benachrichtigung via myAudi App zeigt an, wenn der gewünschte Zielladezustand erreicht ist und die Fahrt fortgesetzt werden kann.

Der Routenplaner kann im Fahrzeug und zur Vorplanung per myAudi App genutzt werden. So kann die Fahrtplanung mit dem Audi e-tron am Mobiltelefon beginnen und drahtlos in das Auto gesendet werden. Dabei sind sowohl über die myAudi App als auch im Audi MMI an Bord des Fahrzeugs die tagesaktuellen Ladestationsdaten verfügbar. Die Kombination aus Audi e-tron Routenplaner, der individuellen Suche nach den geeignetsten Ladestationen, ihrer Standortanzeige sowie der kartografischen Reichweitenanzeige über ein Gebiet rund um den eigenen Standort dürften für ein gut informierendes Infopaket sorgen.

Die Software hinter dem Navigationstool ist laut Audi eine Neuentwicklung, die zu Beginn im Modularen Infotainment-Baukasten der Generation MIB 2+ integriert war. Seit 2020 biete die dritte Generation des Modularen Infotainment-Baukastens (MIB 3) mit einer zehnmal höheren Rechenleistung nochmals verbesserte Funktionen. Ein neuer Algorithmus steiger den Alltagsnutzen des erweiterten Routenplaners: Tagesaktuelle Daten zu Lademöglichkeiten und das Angebot von alternativen Strecken, die für die Anforderungen von E-Autos optimiert sind, unterstützen die Person hinter dem Steuer noch besser. Die tagesaktuellen Daten umfassen unter anderem Detailinformationen, wie die Bezahl- und Authentifizierungsmöglichkeiten, genaue Betreiberdaten sowie eventuelle Zugangsbeschränkungen.

Das System berücksichtigt bei der Berechnung der Route den Ladezustand der Batterie. So kann man im Vorfeld einer Fahrt den Ladezustand davon abweichend per App einstellen, um den erwarteten Ladezustand bei Abfahrt zur Prognose der Route zu nutzen. Der Audi e-tron Routenplaner bezieht den persönlichen Fahrstil auf Basis vorheriger Fahrten ein. Ändert sich dieser, passt das System seine Kalkulation an. Auch die Wahl der Lademöglichkeiten beeinflusst den Routenplaner: Nutzt der Fahrer den e-tron Charging Service, kann das System entsprechende Ladepunkte bevorzugen. Das Verzeichnis der Ladepunkte wird stets online aktualisiert und zeigt den neuesten Stand. Nach Ende der Fahrt berechnet die Last Mile Navigation der myAudi App die verbliebene Wegstrecke zum endgültigen Zielort. Alle bekannten Umfänge und Funktionen des Navigationssystems bleiben unverändert erhalten: alternative Routen, Vermeidung von Straßentypen wie Autobahnen oder Landstraßen, Eingabe von Zusatzzielen oder die Berücksichtigung mautpflichtiger Strecken in den jeweiligen Ländern.

Die Navigationssoftware ist in allen Vertriebsregionen von Audi verfügbar. In Europa profitiert der Routenplaner von einem gut ausgebauten Netz des Audi-eigenen Ladedienstes e-tron Charging Service mit aktuell ca. 180.000 öffentlichen Ladepunkten. Audi setzt da auf Komfort – ein wichtiger Punkt im Alltag: Mit nur einer Ladekarte bewegt man sich in 26 europäischen Ländern bei landesweit einheitlichen Preisen.

Audi hält mit dem e-tron Routenplaner schon heute serienmäßig ein Angebot bereit, das viele Unsicherheiten rund um elektrisches Fahren und besonders das Laden ausräumen soll. Das Unternehmen plant, den Dienst in Zukunft noch stärker auf individuelle Nutzerbedürfnisse und Präferenzen zuzuschneiden. Durch die Einbindung des Routenplaners in das Ökosystem von Audi profitiert man auf verschiedenen Ebenen von einer stetigen Weiterentwicklung der Dienstleistungen rund um das elektrische Fahren.

Autor: jst

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