19.12.2019 - 15:32

IAV zeigt vier Showcases auf der CES

Sart Engineering for Smart Mobility – so lautet das Motto des Berliner Engineering-Dienstleisters IAV, der auf der CES im Januar 2020 mit vier Showcases zeigt, welche Möglichkeiten und Potenziale sich durch Automatisierung, Vernetzung und KI für smarte Mobilität ergeben.

IAV ist der Überzeugung, dass leichte Bedienbarkeit, Effizienz und Umweltfreundlichkeit entscheidend sind für den Erfolg zukunftsrelevanter Mobilitätsdienste. Auf der CES in Las Vegas will man deshalb zeigen, dass man das gesamte Mobilitätsökosystem beherrscht – von smarter Navigation über Sprachsteuerung und Klimatisierung bis hin zum vernetzten Cargobike. Vier Showcases sollen in Las Vegas überzeugen.

Smart Guide

Mit dem neuen Navigationskonzept Smart Guide will IAV eine Lösung präsentieren, bei der die Routenführung auf die Frontscheibe projiziert wird. Für den Fahrer scheint sie dank Augmented Reality direkt auf der Straße zu liegen. Damit sollen ungenaue Sprachansagen und undeutlichen Wegmarkierungen von Navi-Systemen obsolet werden.

Smart Speech

Mit Smart Speech will IAV der Vision eines vollständig per Sprache steuerbaren Fahrzeugs einen weiteren Schritt näher kommen. Der smarte Sprachassistent von IAV erkennt verschiedene Personen und reagiert auf jeden Mitfahrer individuell, angemessen und vorausschauend – abhängig davon, ob er beispielsweise mit der Fahrerin, dem Sohn oder einem unbekannten Mitfahrer spricht. Eine individuelle Rechtevergabe und eine Zonenerkennung ermöglichen dem System die genaue Zuordnung der Stimmen.

Für die Rechtevergabe registriert sich jede Person einmalig per Stimme, wodurch individuelle Profile erstellt werden. Diesen werden unterschiedliche Rechte im Fahrzeug eingeräumt – so kann beispielsweise festgelegt werden, dass die Navigation nur von den erwachsenen Mitfahrern bedient werden darf, die Entertainment-Systeme aber auch von den Kindern. Befehle unbekannter Personen können komplett unterbunden werden, was zukünftig auch den Fahrzeugdiebstahl erschweren könnte.

Darüber hinaus kann das System den verschiedenen Personen auch individuelle Interessen und Vorlieben zuordnen: Es kennt die Lieblingsmusik der Kinder oder kann bestimmte Restaurants als Navigationsziele vorschlagen. Außerdem kann die Sprachsteuerung mit anderen Anwendungen gekoppelt werden und zum Beispiel Nachrichten an Personen aus dem Adressbuch verschicken, auf interessante News im Internet hinweisen oder Produktangebote auf Shoppingportalen erkennen, vorschlagen und auf Wunsch direkt eine Bestellung auslösen.

Smart AI-driven Climate Control

Eine smarte, KI-basierte Klimaregulierung kennt das Behaglichkeitsempfinden aller Mitfahrer und passt die Fahrzeug-Klimatisierung selbstständig entsprechend an. Dafür stellen die Nutzer ihre persönlichen Temperaturvorlieben einmalig individuell ein. Die Klimaregulierung speichert diese personalisierten Einstellungen ab und gleicht sie mit der Umgebungstemperatur ab. Nach einer kurzen Anlernzeit sind keine Eingriffe in die Klimaregelung mehr notwendig und die Klimatisierung im Innenraum ist immer so eingestellt, dass die Fahrzeuginsassen maximalen Komfort erleben. Die Klimaregulierung von IAV soll den Zusammenhang zwischen den thermischen Randbedingungen und der tatsächlich vorliegenden Behaglichkeit des Fahrers mit hoher Sicherheit erkennen.

Smart Cargobike

Am Beispiel eines vernetzten Cargobikes demonstriert IAV auf der CES eine angepasste Lösung für den Transportverkehr im (sub)urbanen Raum. Das vernetzte Leistungsangebot rund um das Cargobike unterstützt demnach die gesamte Logistikkette. Die Fuhrparkverwaltung mit Disposition und Routenoptimierung lässt sich darin ebenso einbinden wie die Sicherung der auszuliefernden Waren. Während der Auslieferung profitieren Boten von der kamerabasierten Follow-me-Funktion: Nach einmaligem Anlernen muss der Bote nicht für jede kleine Strecke auf das Fahrrad aufsteigen oder es schieben. Das Fahrrad erkennt den Boten selbstständig und folgt ihm automatisch in Schrittgeschwindigkeit. Die Absicherung der Ladung wird durch eine großzügige Transportbox gewährleistet, die sich nur öffnen lässt, wenn der Bote in unmittelbarer Nähe ist.

Als End-to-End-Anwendung umfasst die Cargobike-Plattform eine Frontend-Anwendung in Form einer Smartphone-App, mit der der Bote seine individuelle Route sowie relevante Fahrzeuginformationen einsehen kann. Darüber hinaus schließt sie einen Backend-Server ein, in dem alle Vorgänge berechnet und gespeichert werden.

Ob Carsharinganbieter, Logistikunternehmen oder Fuhrparkmanagement – mit dem smarten und übersichtlichen DiSA-Dashboard (Digital Service Assistant) erfolgt die Flottenverwaltung ganz einfach. So lassen sich über den Onlinedienst sämtliche Fahrzeuge, vom Fahrrad bis zum Lkw, sowie deren wichtigste Betriebs- und Wartungsparameter einsehen und auswerten – jederzeit und weltweit. Wird ein Grenzwert, wie beispielsweise ein niedriger Reifendruck, erkannt, informiert das System automatisch Fahrer und Flottenbetreiber, damit entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Handelt es sich um schwerwiegendere Fehlermeldungen, ist zudem die direkte Vermittlung eines Servicetermins möglich.

Auch die Disposition erfolgt über die Cargobike-Plattform. Mit der Routen- und Einsatzplanung können Ressourcen und Personal zeitsparend und kosteneffizient eingesetzt werden. Die Basis dieser Optimierungsfunktion bildet ein smarter Algorithmus, der die Bestellungen clustert und je nach Umfang und Terminwunsch auf passende Fahrzeugtypen und Routen verteilt.

Editor: Jens Stoewhase mit Pressematerial der IAV GmbH

Autor: jst

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