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18.Mai 2017

e.GO Moove – ZF zieht es nach Aachen


Prof. Dr. Günther Schuh (rechts), CEO der e.GO Mobile AG, und Torsten Gollewski (links), Leiter der Vorentwicklung bei ZF und Geschäftsführer der ZF-Beteiligungsgesellschaft Zukunft Ventures GmbH

Prof. Dr. Günther Schuh (rechts), CEO der e.GO Mobile AG, und Torsten Gollewski (links), Leiter der Vorentwicklung bei ZF und Geschäftsführer der ZF-Beteiligungsgesellschaft Zukunft Ventures GmbH

Autonome Elektromobilität wird den Verkehr in Ballungsräumen sauberer, sicherer und effizienter machen, daran glaubt man offenbar in Friedrichshafen. Der Zulieferer ZF will dabei offenbar die Rolle wechseln und zum Hersteller werden. Über die Tochterfirma Zukunft Ventures hat deshalb mit der e.GO Mobile AG ein Joint Venture verabredet. Ziele des vereinbarten Gemeinschaftsunternehmens e.GO Moove mit Sitz in Aachen sind Entwicklung, Produktion und Vertrieb eines autonomen Fahrzeugs, das sowohl für den Personen- aber auch den Gütertransport eingesetzt werden kann. Ein erster Prototyp wurde jetzt auf dem Campus der RWTH Aachen vorgestellt.

„Autonome, vernetzte und damit hochflexible E-Shuttle-Fahrzeuge werden in den urbanen Ballungszentren der Zukunft eine bedeutsame Rolle als gleichermaßen sichere, komfortable, effiziente wie umweltschonende Verkehrsträger spielen“, unterstreicht Dr. Stefan Sommer, Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG, das Engagement. ZF soll und will für das System die elektrische Antriebslösung, Fahrwerkskomponenten und Komponenten zum autonomen Fahren liefern. Darüber hinaus will ZF seine ADAS-, Fahrwerks- sowie Sensor-Fusion-Technologien beisteuern.

Die Pressemitteilung liest sich bereits sehr konkret. So soll auch die skalierbare Supercomputing-Steuerbox ZF ProAI dabei als ins Fahrzeug integriertes, Cloud-updatefähiges System eine zentrale Rolle spielen. Die lernfähige, auf künstliche Intelligenz-Algorithmen für Vehicle-to-Infrastructure-Applikationen ausgelegte Box kann mit anderen Fahrzeugen und mit der Umgebung kommunizieren und so im Sinne einer Schwarmintelligenz Fahrzeugflotten sicherer und effizienter machen. ZF, Nvidia und e.GO Mobile AG arbeiten gemeinsam intensiv an der Entwicklung und Validierung von autonomen Fahrfunktionen für den e.GO Mover, heißt es aus Friedrichshafen.

In Aachen will man „hochiterativ“ an die Fahrzeugentwicklung herangehen und dabei die von der e.GO Mobile AG auf dem Campus der RWTH Aachen installierte weitgehend vernetzte Industrie 4.0-Infrastruktur nutzen.

„Mit dem starken Partner ZF können wir nun schon kurzfristig Städten und den Treibern neuer Mobilität zulassungstaugliche Testflotten anbieten, da unsere Start-up-Dynamik mit der Industrialisierungskompetenz und dem Marktzugang von ZF zusammenkommt“, ist sich Prof. Dr. Günther Schuh, Gründer und CEO der e.Go Mobile AG, sicher. Das vereinbarte Joint Venture wird seinen Sitz in Aachen haben. Dort haben Ingenieure sowie Fertigungs- und Vertriebsexperten bereits die Arbeit aufgenommen, um einen zügigen Markteintritt zu ermöglichen. ZF sieht weltweit große Zukunftspotenziale für elektrische und autonome Fahrzeuge sowohl für die Beförderung von Personen als auch für Lastentransporte.

Autor: Jens Stoewhase mit Pressematerial der ZF Friedrichshafen AG

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