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06.Februar 2018

Conti partnert mit NVIDIA für Level 3 und mehr


Continental CEO Dr. Elmar Degenhart (links) und NVIDIA Gründer und CEO Jensen Huang (rechts)

Continental CEO Dr. Elmar Degenhart (links) und NVIDIA Gründer und CEO Jensen Huang (rechts)

Continental und NVIDIA haben in dieser Woche die gemeinsame Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) für selbstfahrende Fahrzeuge angekündigt. Die Markteinführung für Level 3 Funktionen ist für 2021 geplant. Die Partnerschaft soll die Entwicklung von KI-Computersystemen ermöglichen, die von automatisierten Level 2 Funktionen bis hin zu vollständigen Selbstfahrfunktionen der Stufe 5 reichen, bei denen das Fahrzeug weder Lenkrad noch Pedale hat.

Die Unternehmen haben sich darauf verständigt spezifische Entwicklungsteams zu bilden, die Lösungen für selbstfahrende Fahrzeuge auf Basis der NVIDIA DRIVE-Plattform entwickeln. Diese Plattform umfasst NVIDIA DRIVE Xavier, das hochleistungsfähigste SoC (System-on-Chip), sowie das Betriebssystem NVIDIA DRIVE OS und DRIVE AV-Softwarestacks (AV = Autonomous Vehicle, autonomes Fahrzeug). Die Systemlösung für selbstfahrende Fahrzeuge wird die Erfahrung von Continental im Bereich System- und Software-Engineering für Sicherheitssysteme mit ASIL Stufe D – höchste Bewertungsstufe – nutzen und eine Reihe von Sensortechnologien, wie Radar, Kamera und High-Resolution 3D LIDAR aus Produktportfolio von Continental integrieren.

NVIDIA DRIVE Xavier ist in der Lage, 30 TOPS (Trillion Operations per Second, Billionen Rechenoperationen pro Sekunde) für Deep Learning zu liefern, bei einem Energieverbrauch von nur 30 Watt. Dieses Leistungsniveau ist notwendig, um die Verarbeitung großer Datenmengen zu bewerkstelligen, die ein selbstfahrendes Fahrzeug durchführen muss. Dies umfasst den Einsatz neuronaler Netze: zur Erfassung des Fahrzeugumfelds, zum Verständnis der Umgebung, zur Lokalisierung des Fahrzeugs auf einer HD-Karte, zur Vorhersage des Verhaltens und der Position von anderen Objekten sowie zur Berechnung der Fahrdynamik und eines sicheren Fahrwegs.

Continental und NVIDIA wollen zunächst Funktionen für hochautomatisiertes Fahren entwickeln, einschließlich 360-Grad-Umfelderfassung und automatischer Spurwechsel sowie Einfädeln in den Verkehr. Darüber hinaus wird das System HD-Karten integrieren, die es dem Fahrzeug ermöglichen, sich selbst zu lokalisieren und Aktualisierungen der Karten bereitzustellen.

Contis Expertise im Bereich Fahrerassistenzsysteme beinhaltet insbesondere Systeme für Multifunktionskameras, für Fischaugenkameras mit Rundumblick sowie Nah- und Fernbereichssensoren. Darüber hinaus gehören hochauflösende High Resolution 3D LiDAR-Technologien, sowie zentrale Steuergeräte für das assistierte und automatisierte Fahren dazu. Mit Fahrerassistenzsystemen erzielte Continental 2016 einen Umsatz von über 1,2 Milliarden Euro; im Jahr 2020 will man bereits Umsätze von über 2,5 Milliarden Euro in diesem Bereich erwirtschaften.

Editor: Jens Stoewhase mit Pressematerial der Continental AG